Bitpanda im vergangenen Jahr auf dem Web Summit (Bild: CC/Bestimmte Rechte vorbehalten von Web Summit)

Hedosophia steigt bei Bitpanda ein

Exklusiv: Kürzlich hat das Wiener Krypto-Startup Bitpanda eine große Finanzierungsrunde verkündet. Was bislang nicht bekannt war: Auch der geheimnisvolle Startup-Fonds Hedosophia investierte nach Informationen von Finance Forward in großem Stil.

Prominente Namen gab es bereits vor wenigen Wochen zu verkünden: Valar Ventures, der Fonds von Peter Thiel, und der österreichische Top-VC Speedinvest steckten in einer Finanzierungsrunde insgesamt 52 Millionen Dollar in das Startup Bitpanda. Mit der App des Wiener Startups können Nutzer in Krypto-Währungen oder in Gold investieren.

Der Name eines Investors tauchte in der Pressemitteilung allerdings nicht auf: Der geheimnisvolle Fonds Hedosophia ist nach Informationen von Finance Forward ebenfalls an dem jungen Unternehmen beteiligt. Neben Valar Ventures hat der britische Fonds die Finanzierungsrunde sogar angeführt. Beide Unternehmen wollten sich dazu nicht äußern.

Hedosophia wird von dem britischen Unternehmer Ian Osborne geführt, der über ein großes politisches Netzwerk verfügt, aber nie öffentlich auftritt. Die Startups, in die er investiert, dürfen den öffentlichkeitsscheuen Investor nicht nennen. Ein Teil des Geldes stammt von dem Milliardär Michael Bloomberg, wie Finance Forward aufdeckte. Er investiert vor allem in Finanz-Startups wie beispielsweise Scalable Capital oder N26.

Bitpanda will sein Geschäft künftig erweitern und auch Aktienhandel anbieten, es wolle zu einem „Robinhood Europas“ aufsteigen, sagte der Gründer Eric Demuth im Gespräch mit Finance Forward. Das Geschäft des Krypto-Startups lief in den vergangenen Jahren ausgesprochen gut. Im Jahr 2019 erzielte Bitpanda laut Jahresabschluss einen Umsatz von 25 Millionen Euro, zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Trotz des Wachstums kam das Unternehmen auf einen EBITDA von 5,2 Millionen Euro, heißt in dem Dokument.

Über die Hintergründe zum neuen Investor Hedosophia lest ihr mehr in unser Analyse: Peter Thiel versus Michael Bloomberg – zwei US-Milliardäre dominieren die deutsche Fintech-Szene.

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