Erik Podzuweit ist Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital (Bild: PR)

50 Millionen Euro für Scalable Capital

Deutschlands Robo-Marktführer sammelt weiteres Kapital ein: Scalable Capital bekommt insgesamt 50 Millionen Euro. Die Bestandsinvestoren haben nachgelegt, doch mehr als die Hälfte des Geldes kommt von einem geheimnisvollen neuen Geldgeber.

Der digitale Vermögensverwalter Scalable Capital hat in einer Series-D-Finanzierungsrunde 50 Millionen Euro zu einer Post-Money-Bewertung von knapp 400 Millionen Euro eingesammelt. Damit steigt die Gesamtfinanzierung auf 116 Millionen Euro. Das Geld will der Robo-Advisor für den Ausbau der Plattform für Vermögensverwaltung und Brokerage nutzen, Ziel ist die Erschließung neuer Kundengruppen.

Scalable Capital ist mit mehr als zwei Milliarden Euro an verwalteten Kundengeldern Marktführer in Deutschland, mit „Scalable Broker“ können Nutzer neuerdings auch direkt Aktien, ETFs oder Fonds handeln. „Es ist interessant zu sehen, dass die Kunden unseres Brokers im Schnitt zehn Jahre jünger sind als in der Vermögensverwaltung“, sagt Geschäftsführer Erik Podzuweit. „Wir werden das frische Kapital nutzen, um unsere Position als Marktführer in der digitalen Vermögensverwaltung auszubauen und mit dem Broker neue Kundengruppen zu erreichen.“

23 Millionen des frischen Kapitals kommen von den Bestandsinvestoren Blackrock, Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures. „In Zeiten von Covid-19 ist diese Finanzierungsrunde ein starkes Zeichen“, so Podzuweit. Im vergangenen Jahr wurde das Münchner Startup noch mit rund 290 Millionen Euro bewertet, es konnte seine Bewertung also auch in der Krise steigern. Und das, obwohl die Werte der Kundenportfolios zwischenzeitlich regelrecht abgestürzt waren.

Die restlichen 27 Millionen Euro kommen von einem neuen Geldgeber – um wen es sich dabei handelt, verrät das Unternehmen nicht. In der Szene wird spekuliert, es könnte sich dabei um Hedosophia handeln – der Fonds des Briten Ian Osborne ist notorisch öffentlichkeitsscheu und schon an vielen Fintechs beteiligt, darunter N26 und Raisin.

Über den Corona-Crash und die Perspektiven fürs Robo-Geschäft hat Scalable-CEO Erik Podzuweit kürzlich gemeinsam mit Christian Schneider-Sickert vom Konkurrenten Liqid im FinanceFWD-Podcast gesprochen. Hier könnt ihr die Folge hören. Den FinanceFWD-Podcast gibt es auch bei Spotify, Deezer oder iTunes.

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