Die estnische Gründerin Vilve Vene (Bild: PR)

15 Millionen Euro für Banking-Plattform Tuum

Exklusiv: Das estnische Fintech Tuum – ehemals Modularbank – sammelt in einer Finanzierungsrunde 15 Millionen Euro ein. Abgesehen von Portage Ventures ziehen auch die bestehenden Investoren Blackfin Capital Partners und Karma Ventures mit.

Es soll der große Angriff auf Player wie Mambu oder die Solarisbank sein: Seit zwei Jahren versucht sich die estnische Core-Banking-Plattform Tuum am deutschen Markt zu etablieren (Finance Forward berichtete). Untermauert werden diese Bemühungen jetzt von einer ersten größeren Finanzierungsrunde. 15 Millionen Euro kommen unter anderem vom auf Fintechs spezialisierten Wagniskapitalgeber Portage Ventures, der beispielsweise auch beim Insurtech Clark investiert ist.

Mit der Plattform von dem Fintech Tuum, das kürzlich noch als Modularbank bekannt war, können Unternehmen  Finanzdienstleistungen entwickeln und anbieten. Das 2019 gegründete Fintech deckt dabei die technische Infrastruktur ab, um eine Lizenz müssen sich die Kunden bislang selbst kümmern. Ein Beispiel dafür ist der kürzlich auch in Deutschland gestartete Ferratum-Ableger Sweepbank. Tuum arbeitet zudem mit Partnern wie dem europäischen Zahlungsabwickler Nets Group und dem Münchner AML-Fintech Hawk AI zusammen.

In den ersten drei Jahren hat sich Tuum offenbar gut entwickelt: 2021 verdreifachte es den Umsatz im Vorjahresvergleich. Konkrete Zahlen nennt es dabei allerdings nicht. „Sowohl Banken als auch Nicht-Banken erkennen zunehmend den Wert eines neuen, modularen Ansatzes für das Kernbankgeschäft, der Finanzdienstleistungen in großem Stil viel individueller macht“, lässt sich Mitgründerin und CEO Vilve Vene zitieren. Aktuell beschäftigt es rund 70 Mitarbeiter in Tallinn, Berlin, London und Málaga.

Mit dem Kapital will Tuum nun nicht nur in Europa wachsen, sondern auch in weitere Märkte expandieren. Die Mitarbeiterzahl soll sich dafür im Laufe des Jahres verdoppeln.

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