Julie Chatterjee verantwortet den Kundenbereich bei der Ferratum Bank (Bild: PR)

Ferratum-Ableger Sweepbank startet in Deutschland

Exklusiv: Mit der App Sweepbank versucht sich die Ferratum Bank an einem Neobanking-Produkt, das sich vor allem auf den Kredit-Bereich fokussiert. Jetzt kommt das Angebot auch nach Deutschland.

Angefangen hat es in den Heimatmärkten Finnland und Lettland, jetzt wagt die Ferratum Bank mit ihrem Neobanking-Angebot Sweepbank auch den Weg nach Deutschland. Innerhalb weniger Monate hatte sie in den beiden Ländern (mit 5,5 und 1,9 Millionen Einwohnern) bereits 35.000 Kunden angesammelt.

Sweepbank ist ein neues Frontend für das Angebot der Ferratum, es basiert auf der Infrastruktur von Tuum (ehemals Modularbank). Um sich von der Konkurrenz abzugrenzen liegt der Fokus ganz klar im Kreditbereich. „Wir wollen die Bank für Shopping werden“, sagt Julie Chatterjee, CCO und stellvertretende CEO der Ferratum Bank im Gespräch mit Finance Forward. Wobei sich das auch auf größere Einkäufe wie Möbel oder sogar Immobilien beziehe.

Kernprodukt ist ein digitales Bankkonto mit einer Debitkarte von Mastercard, mit der Kunden online oder mit dem Smartphone bezahlen können. Nach und nach soll das Angebot um weitere Produkte erweitert werden, um die Nutzung für die Kunden personalisieren zu können. „Wir möchten die Bankenbranche verändern, indem wir unseren Kunden ein Netflix-ähnliches Erlebnis bieten“, sagt Chatterjee.

Da es sich im Grunde um ein zweites Frontend der Ferratum Bank handelt, dürfte Sweepbank ein weitgehend günstiges Unterfangen sein. Die Produkte im Kredit-Bereich gelten gleichzeitig als ziemlich lukrativ, es ist ein Segment, in das andere Neobanken vordringen wollen. Zum Start ist es also eine Differenzierungsmerkmal der Sweepbank.

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