Gründer und CEO Nikolay Storonsky (Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von TechCrunch)

Softbank und Tiger Global investieren in Revolut – Bewertung steigt auf 33 Milliarden Dollar

Westeuropas größte Neobank Revolut sammelt in einer neuen Finanzierungsrunde über 800 Millionen Dollar ein. Ziel ist es, eine globale Superapp zu bauen.

Ab einem Firmenwert von 20 Milliarden Dollar würde er anfangen, über einen Börsengang nachzudenken, sagte Revolut-Gründer Nikolay Storonsky einmal in einem Interview. Jetzt taxieren die Investoren sein Banking-Startup mit weitaus mehr: In einer neuen Finanzierungsrunde, angeführt von den zwei neuen Investoren Softbanks Vision Fund 2 und Tiger Global, sammelt Revolut 800 Millionen Dollar zu einer Bewertung von 33 Milliarden ein.

Revolut kommt derzeit auf 16 Millionen Kunden und will sein Produkt weiter ausbauen. In einer Mitteilung schreibt das Unternehmen ein klares Ziel aus: Es will die erste globale Superapp bauen, also eine Lösung, in der Kunden all ihre Finanzen, aber auch weitere Dienstleistungen wie Taxi bestellen oder Shopping über die Revolut-App lösen. Vorbild dafür ist Tinkoff, das bislang lediglich in Russland aktiv ist. Außerdem wolle es seine Präsenz in den USA weiter ausbauen und in Ländern wie Indien starten, heißt es vom Unternehmen.

Am Mittwoch hatte Bloomberg erst berichtet, dass auch N26 sich in einem Fundraising für eine Series E befinde. Die Berliner Neobank, die mit ihren sieben Millionen Kunden als Revoluts größter Konkurrent in Europa gehandelt wird, peilt dabei offenbar eine Bewertung von zehn Milliarden Dollar an. Es handle sich dabei um die letzte Finanzierungsrunde vor dem Börsengang, heißt es weiter in dem Bericht. Das Funding vom Wettbewerber Revolut setzt N26 nun unter Druck nachzuziehen.

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