Fintech-Investor Ramin Niroumand (Bild: PR).

„Ohne Krise hätte es den Penta-Exit nicht gegeben“ – Finleap-Gründer und Investor Ramin Niroumand im FinanceFWD-Podcast

Er baute die Firmenschmiede Finleap auf und startete einen eigenen Fintech-Fonds. Schon ein Jahr nach dem Start hat Ramin Niroumand seinen Wagniskapitalgeber Embedded Capital nun wieder verkauft – ein ungewöhnlicher Deal. Auch im Finleap-Portfolio gab es erste große Exits und eine Insolvenz. Über die wichtigen Deals und seinen Ausblick auf das kommende Jahr spricht der Fintech-Investor im Podcast.

Ramin Niroumand beobachtet einen Arbeitsmarkt, der sich gerade radikal verändert. In den vergangenen Jahren habe es einen „starken Arbeitnehmer-Markt“ gegeben. Viele konnten sich ihren Arbeitgeber aussuchen und wechselten häufig die Firma. Doch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde auch viel „heiße Luft“ verkauft, etwa in Form von Unternehmensbeteiligungen an zu hoch bewerteten Fintechs, wie der „Fall Klarna“ zeigte, sagt Niroumand.

Das habe sich nun geändert, sagt der Investor und Finleap-Gründer. Es gab eine große Entlassungswelle in der Fintech-Szene. „Auch die großen Banken fangen an, zu entlassen“, sagt Niroumand. Das würde den Trend noch beschleunigen – mit Folgen. „Talente kommen auf den Markt“, die gut ausgebildet seien und an neuen Ideen arbeiten würden. „Wir sehen viele Stealth-Founder“, sagt Niroumand. So nennt man Gründerinnen und Gründer, die im Verborgenen an neuen Ideen arbeiten.

Fundingabsage in der Krise

Der Finleap-Gründer, der im vergangenen Jahr mit seinem eigenen Fonds „Embedded Capital“ gestartet ist, sieht weitere Folgen der Krise. Die größeren Fintech-Player könnten ihre Marktposition weiter ausbauen. „Ohne Krise hätte es den Penta-Exit nicht gegeben“, sagt Niroumand, denn der Business-Banking-Anbieter von Finleap hätte auch Angebote für Finanzierungsrunde zu einer Bewertung von 350 Millionen Euro auf dem Tisch gehabt.

Doch nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hätten die Geldgeber abgesagt. „Die Termsheets wurden vom Tisch gezogen“, sagt Niroumand. Deswegen hätten sich die Investoren für den Verkauf an den Konkurrenten Qonto entschieden. Eine Konsolidierung von „guten“ Firmen werde man nach diesem Vorbild im kommenden Jahr häufiger sehen.

Über seine Entscheidung, den Fonds „Embedded Capital“ wieder zu verkaufen, sein Investment in die Luca-App und die großen Erfolge in diesem Jahr, darüber hat Ramin Niroumand im Podcast gesprochen.

Im FinanceFWD-Podcast spricht Niroumand über …

… sein erstes Jahr mit Embedded Capital
… den Verkauf des jungen Fonds
… neue Exits in der Szene
… den Großangriff der Banken

Den FinanceFWD-Podcast gibt es auch bei SpotifyDeezer oder iTunes. Wenn Euch das Format gefällt, freuen wir uns über jede positive Bewertung!

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