Stripe-Gründer Patrick Collison (Bild: imago images / ZUMA Press)

Stripes Rekordfinanzierung – Allianz soll rund 100 Millionen Dollar investiert haben

Mit seinem Wagniskapitalarm Allianz X hat sich der deutsche Versicherungskonzern bei dem gefeierten Payment-Startup Stripe beteiligt. Schon mehrfach hat der Milliarden-Fonds ein gutes Händchen bewiesen. Was hat die Allianz vor?

Eine Milliarde Euro hat der deutsche Versicherungskonzern Allianz für seinen Wagniskapitalarm Allianz X bereit gestellt. Mit rund 100 Millionen Dollar (83 Millionen Euro) soll sich Allianz X an der großen 600-Millionen-Runde von Stripe beteiligt haben, heißt es aus Finanzkreisen. Das US-Payment-Startup wird bei der Finanzierung von seinen Geldgebern mit 95 Milliarden Dollar bewertet – und ist damit das wertvollste Fintech der Welt. Auf dem Zweitmarkt für Anteile gibt es längst Angebote für weitaus höhere Bewertungen, berichten Investoren.

Mit Stripe können Onlineshops verschiedene Bezahlmethoden wie Kreditkarten oder Rechnungskäufe anbieten. Der Markt gilt als attraktiv. Das niederländische Adyen, das deutsche Unzer oder das Startup Mollie sind dort ebenfalls aktiv. In den kommenden Monaten will Stripe mit dem neuen Geld stärker in Europa expandieren, teilte es mit. Auch mit der Allianz plane das Unternehmen Kooperationen auszuloten, heißt es von einem Sprecher. Es sei zu früh, um über konkrete Projekte zu sprechen.

Allianz X ist in den vergangenen Monaten als umtriebiger Investor aufgefallen. Bei dem Versicherungs-Startup Lemonade war es eingestiegen und habe seinen Anteil nach dem Börsengang mehr als verachtfacht, heißt es von einem Sprecher. Erst kürzlich investierte es 75 Millionen Dollar in Welab aus Hongkong. Auch bei der Smartphone-Bank N26 ist Allianz X relativ früh eingestiegen – und hat nun auch gemeinsame Produkte mit dem Berliner Startup entwickelt. Es handelt sich bei den Investments um eine Mischung aus strategischen Beteiligungen und Finanzbeteiligungen.

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