Sumup hat einen seiner größten Standorte in Berlin. (Bild: PR)

Nach Klarna, Nuri und Kontist: Entlassungen bei Sumup

Exklusiv: Der deutsch-britische Payment-Anbieter verkleinert sein Team, rund 100 Mitarbeiter in Brasilien müssen gehen. Sumup ist damit ein weiteres prominentes Finanz-Startup, das Beschäftigte feuert.

Die Entlassungswelle in der Berliner Fintech-Szene geht weiter: Das Payment-Startup Sumup hat nach Informationen von Finance Forward und Finanz-Szene rund 100 Mitarbeiter gekündigt. Betroffen ist das Team in Brasilien. Gründer Marc-Alexander Christ bestätigt die Kündigungen auf Nachfrage – ohne eine konkrete Zahl zu nennen. Er führt die „wirtschaftliche Instabilität“ in Brasilien als einen Grund an, die „Zahl der Mitarbeiter zu verringern“. Dies sei „die schwierigste aller Entscheidungen, und sie wurde mit äußerster Sorgfalt und Überlegung getroffen“, schreibt er in einer Mail. Insgesamt beschäftigt Sumup laut dem Karrierenetzwerk Linkedin weltweit rund 3.000 Mitarbeiter.

Auch am deutschen Standort fragen sich die Beschäftigten derweil, ob es hierzulande weitere Entlassungen gibt. Vor rund einem Jahr hatte Sumup bereits Mitarbeiter entlassen, aber parallel auch weiter eingestellt.

Dieses Mal ist Sumup mit seiner Entscheidung allerdings nicht allein. In den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass es bei dem „Buy-Now-Pay-Later“-Star Klarna, dem Banking-Startup Kontist und dem Krypto-Anbieter Nuri Entlassungen gab. Nach einer Hype-Phase in den vergangenen zwei Jahren stehen besonders Fintech-Startups zurzeit unter Druck: Sie müssen zeigen, dass sie auch profitabel arbeiten können. Laut einem Bericht von Bloomberg befand sich Sumup noch am Anfang des Jahres auf der Suche nach neuen Kapitalgebern – zu einer Firmenbewertung von 22 Milliarden Dollar. Für das große Startup dürfte es mittlerweile schwierig werden, neues Geld zu einer so hohen Bewertung einzuwerben.

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