Solidvest sitzt in der Nähe von München (Bild: Jan Antonin Kolar/ Unsplash).

Solidvest startet Feature, um einzelne Aktien auszuschließen

Exklusiv: Der Robo-Advisor Solidvest richtet sich mit einer neuen „No-Buy-List“ an Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die bestimmte Unternehmensaktien nicht kaufen dürfen.

Wie aktuell das Thema Compliance ist, zeigt der Fall Wirecard. Mitarbeiter der Finanzaufsicht Bafin hatten verstärkt mit der Aktie des Skandalunternehmens gehandelt. Die Behörde steht aktuell in der Kritik, weil sie den Bilanzskandal bei dem einstigen Dax-Konzern nicht vorhergesehen hatte.

Der Robo-Advisor Solidvest, hinter dem der Vermögensverwalter DJE steht, hat nun ein passendes Feature entwickelt. Kunden wie Anwälte, Berater, Beamte oder Wirtschaftsprüfer können sich eine sogenannte „No-Buy-List“ anlegen, um einzelne Unternehmensaktien nicht im Depot zu haben. Dadurch lassen sich Interessenskonflikte vermeiden. Auch aus ethischen Gründen können Anleger Aktien aus dem Portfolio aussortieren. Solidvest setzt im Gegensatz zu anderen Robo-Advisor nicht auf ETFs, sondern investiert für die Kunden direkt in Aktien und Anleihen.

Das neue Angebot unterstreicht einen Trend der Robo-Advisor, sich mit neuen Features von der Konkurrenz abzuheben. Der Marktführer Scalable Capital hat ein Trading-Tool eingeführt und Liqid bietet nun auch Investments in Wagniskapitalfonds an.

Vor einiger Zeit haben wir mit den beiden großen Anbietern der Branche gesprochen: Scalable-Gründer Erik Podzuweit und Liqid-Chef Christian Schneider-Sickert waren zu Gast im FinanceFWD-Podcast.

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