Remagine wurde von Julia Profeta Johansson (links) und Sebastian Dienst gegründet (Bild: PR)

Grünes Fintech Remagine meldet Insolvenz an

Exklusiv: Vor einem Jahr startete Remagine mit einer Seedfinanzierung über 20 Millionen Euro und mehreren Talenten von N26. Noch im Herbst folgte der Pivot zu einem nachhaltigen Geschäftskonten-Anbieter, der nicht gelang.

Das Berliner Finanz-Startup Remagine hat Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmte das Gericht laut einer Mitteilung Torsten Martini, der bereits einige prominente Startup-Pleiten betreut hat, darunter den Robo-Advisor Cashboard. Das Unternehmen und der Verwalter äußerten sich kurzfristig nicht.

Remagine galt als aufstrebendes deutsches Finanz-Startup, es hatte mehrere Talente von der Neobank N26 abgeworben und sich auf die umsatzbasierte Finanzierung von Unternehmen spezialisiert, dafür standen Anfang des Jahres 20 Millionen Euro zur Verfügung. Der ehemalige Google-Payment-Chef Jonathan Weiner und der Ex-Venmo-Manager Michael Vaughan beteiligten sich an Remagine. Rund die Hälfte floß in das Startup selbst, die andere in die zu finanzierenden Unternehmen. Gleich zum Start finanzierte das Fintech rund 30 Unternehmen und gewann einen Preis als „Best Sustainable Finance Company“.

Doch im Herbst drehte Remagine das Geschäftsmodell und bietet seitdem ein Geschäftskonto an. Als eine Mischung aus Penta und Tomorrowbank entstand ein nachhaltiges Business-Banking-Angebot (Finance Forward berichtete). Es arbeitet dafür mit Solaris als Bankpartner zusammen. Für den Neustart befand sich das Fintech in Investorengesprächen, heißt es. Diese dürften nun nicht wie geplant zustande gekommen sein.

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