Moss-Chef Ante Spittler auf der Finance-Forward-Konferenz 2022 (Bild: Finance Forward)

Kreditkarten-Fintech Moss entlässt 70 Mitarbeiter

Exklusiv: Der Firmenkreditkarten-Anbieter Moss trennt sich von etwa 70 Mitarbeitern. Das entspricht 15 Prozent der Belegschaft.

Am Freitagmorgen hat das Berliner Startup Moss rund 70 Mitarbeitern die Entlassung angekündigt, wie Finance Forward aus vertraulichen Quellen erfuhr. Gründer Ante Spittler bestätigt das auf Anfrage, die Mitarbeiter würden einen Abfindungsausgleich angeboten bekommen, der „bewusst über das gesetzliche Minimum“ hinaus gehe.

Spittler nennt „erhebliche Veränderungen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds“ als Grund für den Einschnitt. Bereits seit Monaten müssen viele Fintechs, darunter auch gutfinanzierte Hoffnungsträger wie Klarna, Mitarbeiter entlassen. Gleichzeitig kommt es zu einem Einstellungsstopp bei Moss, die Liste der offenen Stellenanzeigen hat das Fintech von seiner Webseite entfernt.

Auf Linkedin geben derzeit rund 500 Nutzer an, für Moss zu arbeiten. Das Unternehmen hat bislang 160 Millionen Dollar eingesammelt, zu den bekanntesten Investoren gehören Peter Thiels Valar Ventures, Cherry Ventures, Rockets Global Founders Capital und Tiger Global. Zuletzt wurde Moss mit 500 Millionen Dollar bewertet.

Vor wenigen Tagen hatte Moss von der Finanzaufsicht Bafin eine E-Geld-Lizenz erhalten – ein wichtiger Schritt für das Berliner Fintech (Finance Forward berichtete). Damit will sich der Firmenkreditkarten-Anbieter unabhängiger von seinen Finanzpartnern machen.

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