Sarina Hergartenrd und Adrian Pica verstärken künftig Getsafe (Bild: PR)

Neue Vorstände bei Getsafe

Exklusiv: Das Versicherungs-Startup Getsafe vergrößert sein Führungsteam mit Fintech-Erfahrung. Von der Anlage-App Trade Republic kommt Sarina Hergarten als Personalchefin. Das Produkt verantwortet künftig Adrian Pica. Er war zuvor bei dem Mobilitäts-Startup Bolt.

Seit nunmehr zwölf Monaten hat das Heidelberger Startup Getsafe von der Finanzaufsicht Bafin die Zulassung für Schaden- und Unfallversicherung. Daran sind allerdings Bedingungen geknüpft. „Wichtig war der Bafin, dass wir im Versicherungsgeschäft profitabel arbeiten und neue Sparten zeitnah in die Gewinnzone bringen können“, sagte Gründer Christian Wiens. Die Kundenzahl ist eigenen Angaben zufolge zuletzt auf 400.000 angestiegen, Getsafe bietet über eine App Haftpflicht-, Hausrat-, Rechtsschutz- und Kfz-Versicherungen an.

Um sich als Unternehmen weiter zu professionalisieren wächst nun das Führungsteam. Als neue Personalverantwortliche kommt Sarina Hergarten, die zuvor bei den Milliarden-Startups Trade Republic und Sennder in gleicher Funktion Erfahrung sammelte. Die Rolle wird für sie neu geschaffen, das Unternehmen beschäftigt derzeit 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ein weiterer Neuzugang ist Produktchef Adrian Pica, der beim Mobilitätsdienst Bolt tätig war. Wie in der Startup-Szene bei der Besetzung neuer Managementpositionen üblich, schreibt auch Getsafe in seiner Mitteilung: „Damit stellt sich das Unternehmen für die nächste Wachstumsphase auf.“

Konkret bedeutet das für das in Deutschland, Großbritannien und Österreich aktive Insurtech eine Expansion nach Frankreich im kommenden Jahr. Das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen habe den Umsatz 2021 „mehr als verdreifacht“, sagt Wiens. Das Unternehmen hat bislang rund 115 Millionen Dollar eingesammelt, zu den Investoren zählen neben der Swiss Re Group auch Btov Partners, Commerzventures und Earlybird. Außerdem haben sich im vergangenen Jahr die Biontech-Investoren Thomas und Andreas Strüngmann beteiligt, wie Finance Forward berichtete.

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