Die Finlist-Gründer Florian Hollm und Sandra Olschewski (Bild: PR)

Report: 2021 war das Jahr der Fintech-Neugründungen

In der Corona-Zeit gegründete Fintechs haben größere Ambitionen und wollen schneller expandieren. Das zeigt eine Studie von Fintech Innovators, die Finance Forward vorliegt.

2021 war für die deutsche Fintech-Szene ein Jahr der Superlative. Während in diversen Berichten bereits die hohen Funding-Summen thematisiert wurden, zeigt eine Studie nun, dass besonders junge Startups in Deutschland und Österreich größere Ambitionen haben. Sie wollen schneller expandieren, gleichzeitig kommen immer mehr Fintechs nach Deutschland.

Für die Erhebung hat Fintech Innovators 94 Gründer aus Deutschland und Österreich befragt, deren Markt-Launch bereits erfolgt, aber nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Bis in das erste Coronajahr ist die Zahl der Marktlaunches in Deutschland stetig gestiegen – 2021 folgte dann die Explosion. Die Zahl konnte sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppeln.

Ein Beispiel dafür ist Airbank aus Berlin. Über den Software-Anbieter können kleine und mittlere Unternehmen sowie Startups ihre Kontobewegungen managen (Finance Forward berichtete). Das Fintech sammelte im Sommer 2,5 Millionen Euro von New Wave aus London und Speedinvest ein. Finlist von Sandra Olschewski und Florian Hollm vermittelt Finanzierungsangebote, es ist ebenfalls in diesem Jahr gestartet.

Auch die Teenager-Neobank Pockid ist in diesem Jahr gelauncht, die Hamburger Gründer haben sich erst 2020 zusammengefunden. Innerhalb der kommenden Jahre steht bereits die Expansion ins europäische Ausland an.

Der Schritt in andere Länder ist ein großes Thema bei den 2021 gelaunchten Startups: Von denjenigen, die in den Vorjahren gestartet sind, gab in der Erhebung von Fintech Innovators jeweils nur rund die Hälfte an, in den kommenden drei Jahren expandieren zu wollen. Bei den 2021 gestarteten Fintechs waren es 80 Prozent.

Das dürfte auch an den gestiegenen Investitionen in den Bereich liegen. „Nachdem es 2020 kurzzeitig so schien, als ob dem Markt die Luft ausginge, lassen die bisherigen Zahlen darauf schließen, dass die Investitionen in Fintech-Startups im Jahr 2021 einen neuen Rekordwert erreichen könnten“, heißt es in dem Bericht. Und: „Von den weltweit fast 750 mit mehr als einer Milliarde Dollar bewerteten Startup-Einhörnern sind mehr als 160 Fintechs – die größte Gruppe.“

Gleichzeitig gibt die Studie auch Aufschlüsse darüber, in welchen Regionen in den vergangenen fünf Jahren Gründer besonders gern durchgestartet sind: Die mit Abstand meisten der seit 2017 gegründeten Finanz-Startups sitzen in Berlin, gefolgt von Hessen und Bayern.

Den kompletten Report von Fintech Innovators findet ihr hier zum nachlesen.

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