Keine großen Worte: Adyen-Chef Ingo Uytdehaage (Bild: Kathrin Vogt / FFWD)

Der Wachstumsplan von Europas 50-Milliarden-Euro-Fintech

Adyen ist der stille Gigant hinter Geldüberweisungen weltweit – und einer der wenigen Techchampions aus Europa. Das hochprofitable Modell: ganz anders als bei den US-Rivalen PayPal und Stripe. Nun will Co-CEO Ingo Uytdehaage ein neues Segment ausbauen.

Wer Buzzword-Bingo sucht, ist bei Ingo Uytdehaage (52) an der falschen Adresse. „Wir springen nicht sofort auf Hypes“, sagt der Co-Chef von Europas wertvollstem Fintech im Gespräch mit dem manager magazin. Er zieht die leisen Töne vor, arbeitet lieber im Hintergrund – genau wie der stille Gigant, den er gemeinsam mit einem der Mitgründer, Pieter van der Does (56), führt: Adyen.

Der niederländische Zahlungskonzern ist der unsichtbare Abwickler hinter Milliarden von Transaktionen weltweit. Wer bei Spotify ein Abo abschließt, bei Uber eine Fahrt bucht oder bei Zalando einkauft, nutzt an der Kasse die Systeme von Adyen. Seit der Gründung 2006 in Amsterdam ist die Firma damit zum internationalen Payment-Champion aufgestiegen. Aktueller Börsenwert: knapp 50 Milliarden Euro – eines der 50 wertvollsten Unternehmen Europas, fast in einer Liga mit dem US-Rivalen PayPal.

Den klassischen Banken das Zahlungsgeschäft streitig zu machen und damit sehr viel Geld zu verdienen, reicht Uytdehaage allerdings nicht. Er will wesentliche Teile des Geschäftskundenmarkts. „In zehn Jahren brauchen kleine und mittlere Unternehmen keine traditionellen Banken mehr“, prognostiziert er. Unternehmer würden Finanzservices wie Zahlungen, Konten oder Kredite dann im Paket mit ihrer Businesssoftware kaufen, die sie ohnehin nutzen. „Die Infrastruktur dafür bauen wir. Darin sehen wir die Zukunft.“

Die ganze Geschichte lest Ihr beim manager magazin.