Binance war bislang in Europa nur mit einem kleinen Team in Europa präsent (Bild: Vadim Artyukhin/Unsplash)

Binance soll Kryptolizenz in Deutschland anstreben – neuer Europa-Director kommt

Exklusiv: Die größte Krypto-Börse der Welt Binance verstärkt ihre Präsenz in Deutschland und hat einen Europa-Director von Etoro abgeworben. Das Unternehmen soll sich außerdem um eine eigene Lizenz bemühen – das Verhältnis zu den Aufsichtsbehörden war bislang schlecht.

Der ehemalige Banker Michael Wild wird Europa-Director der Kryptobörse Binance. Für den Broker Etoro hatte er bislang das Deutschlandgeschäft aufgebaut. Erst im Mai 2021 war er angetreten, um die Präsenz hierzulande stark auszuweiten. Dafür beantragt die israelische Firma eine eigene Kryptoverwahrlizenz bei der Finanzaufsicht Bafin.

Er wolle sich vor allem auf den deutschen Markt konzentrieren, sagt Wild im Gespräch mit Finance Forward, und sei von Binance für Lizenz- und Regulatorik-Themen geholt worden. Der überraschende Wechsel zeigt, wie umkämpft Manager im Kryptomarkt sind, die eine solche Expertise mitbringen.

Auch Binance soll eigene Lizenzen in Deutschland anstreben, heißt es aus dem Unternehmensumfeld, darunter fällt auch die Kryptoverwahrlizenz. Bislang haben erst drei Unternehmen den Zuschlag für die deutsche Kryptoverwahrlizenz erhalten, darunter der US-Konkurrent Coinbase.

Binance hatte zuletzt immer wieder Konflikte mit Aufsichtsbehörden. Vor einigen Monaten nahm die deutsche Finanzaufsicht Bafin ein Angebot von Binance vor, das mittlerweile wieder eingestellt wurde. Auch in anderen Märkten muss die Börse sich mit den Regularien beschäftigen.

Wild begann seine Finanzkarriere bei der Commerzbank und war danach unter anderem bei der Credit Suisse tätig.

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