So will die Wero-Chefin das „PayPal-Land Deutschland“ knacken
Für 750 Millionen Euro wollen die hiesigen Banken den europäischen Bezahldienst Wero großmachen – als Konkurrenz zu PayPal oder Apple Pay. CEO Martina Weimert spricht darüber, wie der ambitionierte Wachstumsplan gelingen kann – und wie sie das Bezahlverhalten der Menschen ändern will.
Das Wachstum soll anziehen. Bis Ende des Jahres plant der europäische Payment-Service Wero, in Deutschland auf 12 Millionen Kundinnen und Kunden zu kommen. Dieses ambitionierte Ziel formulierte die Chefin Martina Weimert auf der Finance-Forward-Bühne des OMR Festivals Anfang Mai. „Da kommt jetzt Schwung rein“, sagte Weimert. Zurzeit zähle der Bezahldienst, der von den hiesigen Banken gestartet wurde, rund 7,2 Millionen Kundinnen und Kunden.
Mit dem gemeinsamen Projekt versuchen die europäischen Banken, darunter die Deutsche Bank, ING oder Sparkassen, ein Konkurrenzprodukt zu PayPal, ApplePay oder Kreditkartenriesen wie Visa oder Mastercard aufzubauen. „Deutschland ist dabei das Land in Europa, in dem die größte Konkurrenz herrscht: Deutschland ist bisher PayPal-Land“, so die Wero-Chefin im Gespräch mit manager-magazin-Redakteur Caspar Schlenk.
Je mehr Leute mitmachten, desto schneller gehe es dann. Um richtig schnell weiterzuwachsen, brauche es „eine Marktdurchdringung von 25 bis 30 Prozent“, sagte Weimert. Vor allem im Handel will die ehemalige Beraterin nun wachsen und weitere Verträge abschließen. Ihr Ziel: „2030 dürften wir profitabel sein.“ Das ganze Projekt – finanziert von den Banken und Zahlungsdienstleistern – würde insgesamt rund 750 Millionen Euro kosten. Diesen Betrag brauche man, um „eine eigene europäische Lösung aufzubauen“.
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