Auftritt von N26-Gründer Maximilian Tayenthal (Bild: Imago/Rita Franca)

Secondaries-Runde bei N26 – Manager und frühe Investoren können verkaufen

Exklusiv: Die Smartphone-Bank N26 beschäftigt sich nach der großen Finanzierungsrunde im Herbst jetzt mit einem weiteren Deal: Frühe Investoren und Manager, die an dem Unternehmen beteiligt sind, sollen verkaufen können. Doch es gibt Unsicherheiten.

Nach der milliardenschweren Finanzierungsrunde vor ein paar Monaten gibt es im Umfeld von N26 Bestrebungen für einen weiteren großen Deal. Nach Informationen von Finance Forward und Finanz-Szene.de wird momentan ein sogenannter „Secondary“ sondiert – also eine Transaktion, bei der frühe Investoren und Manager, die an dem Fintech beteiligt sind, Anteile verkaufen können, allerdings kein frisches Geld in die Firma fließt.

Hintergrund: Wie uns von verschiedener Seite bestätigt wird, gab es bei der alles in allem fast eine Milliarde Dollar schweren Funding-Runde auch institutionelle Investoren, die zwar gerne Anteile erworben hätten, aber nicht zum Zuge kamen. Damals sei lose verabredet worden, dass man diesen potenziellen Geldgebern ermöglicht, sich über eine „Secondary-Transaktion“ doch noch an N26 zu beteiligen.

Demgegenüber standen und stehen Altgesellschafter, die bereit sein sollen, zumindest einen Teil ihrer Gesellschaftsanteile zu veräußern. Angesichts eines Unternehmenswerts von zuletzt rund neun Milliarden Dollar dürfen insbesondere die ganz frühen Investoren auf eine Vervielfachung ihres ursprünglichen Einsatzes spekulieren (simple Rechnung: Wer zu einer Bewertung von weniger als 90 Millionen Dollar eingestiegen war, kommt auf einen Faktor von mehr als 100).

Die große Frage allerdings lautet, ob der Unternehmenswert aus dem Herbst als Grundlage für die „Secondaries-Transaktion“ taugt. Denn: Wie berichtet, waren die Aktienkurse etlicher börsennotierter Fintech-Startups zuletzt eingebrochen. Vor diesem Hintergrund dürften auch die an N26 interessierten Investoren nun einen Discount geltend machen – zumal ein gewisser Abschlag von zehn bis 20 Prozent Secondary-Deals ohnehin üblich ist. Ein Sprecherin von N26 wollte sich auf Nachfrage nicht äußern.

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