Das Berliner Startup Liqid ist mittlerweile einer der größten digitalen Vermögensverwalter in Europa (Bild: Alessandro Bellone/Unsplash)

Liqid erreicht Milliardenmarke

Exklusiv: Der digitale Vermögensverwalter Liqid hat die Marke von einer Milliarde Euro an verwaltetem Kundenvermögen überschritten. Es setzt bei seinem Wachstum auf neue Investmentprodukte.

Seit seiner Gründung 2016 konnte Liqid das verwaltete Vermögen in jedem Jahr verdoppeln und hat nun die Milliardenmarke geknackt, wie das Unternehmen mitteilt. Auf dem europäischen Markt reiht es sich damit neben den Fintech-Unternehmen Scalable Capital, Nutmeg, Moneyfarm und Moneybox ein.

Liqid richtet sich im Gegensatz zu den Konkurrenten nicht an den Massenmarkt, sondern an vermögende Anleger. Sie können ab 100.000 Euro investieren, der Durchschnitt liegt laut Unternehmen bei 250.000 Euro. Die Firma legt das Geld automatisiert am Kapitalmarkt an, ein sogenannter Robo-Advisor. Seit einiger Zeit vermittelt es auch Investments in Private-Equity-Fonds, Immobilien und Wagniskapital (Finance Forward berichtete). Eine zentrale Rolle für das weitere Wachstum sollen nachhaltige Investments spielen, bei denen das Fintech „ein enorm gestiegenes Interesse“ verzeichne, wie der Unternehmenschef Christian Schneider-Sickert mitteilt.

Bislang handelt es sich bei drei Vierteln der Anlagen (Assets under Management) um die automatisierte Geldanlage, der Rest entfällt auf die anderen Investmentprodukte. Im Vergleich unter den deutschen Robo-Advisorn steht Liqid somit hinter Scalable Capital (zwei Milliarden Euro AuM) und dem Angebot der Comdirect. Die Direktbank liegt Ende 2020 bei 800 Millionen Euro Kundenanlagen, wie Finanz-Szene.de berichtete.

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