Florian Adomeit und Julius Nagel hosten den Alles Coin, Nichts Muss Podcast (Bild: privat)

„Die Leute haben realisiert, dass hohe Kryptozinsen nicht nachhaltig sind“

Der große Kryptoplayer Genesis musste Insolvenz anmelden. Zieht er noch weitere Unternehmen mit in den Abgrund? Was steht auf dem Spiel? Außerdem bewegte eine weitere News diese Woche die Kryptowelt: Der Insolvenzverwalter von FTX überlegt, die Börse wieder zu starten. Was hat er vor? Die Nachrichten haben wir mit den beiden Krypto-Experten und Podcasts-Hosts von „Alles Coin, Nichts Muss“ besprochen.

Der milliardenschwere Kryptoplayer Genesis meldete am Freitag Insolvenz an – doch der Markt blieb erstaunlich ruhig. Die Kurse von den Währungen Bitcoin und Ethereum stiegen weiter. Die schlechte Nachricht sei wahrscheinlich bereits „eingepreist“ gewesen, sagt Kryptoexperte Julius Nagel, Hosts des Podcasts „Alles Coin, Nichts Muss“. Schließlich konnte man die Krise von Genesis in den vergangenen Wochen öffentlich verfolgen.

Es ist das zunächst letzte Kapitel im Kryptocrash, den der Zusammenbruch der Kryptobörse FTX losgetreten und Panik an den Märkten ausgelöst hatte. Neue Rippleeffekte sieht der Experte bislang nicht kommen, auch wenn er zugibt: „Es bringt dich nicht um, was du weißt, sondern was du nicht weißt.“

Zumindest ein weiterer Player kämpft derzeit mit Problemen: Der Anbieter Gemini hatte Kundengelder in Höhe von 900 Millionen Dollar an Genesis weitergereicht und muss sich gegen eine Klage der US-Börsenaufsicht behaupten. Hinter dem Unternehmen stehen die Winklevoss-Zwillinge, bekannt durch den Streit um die Erfindung von Facebook.

„Die Marke FTX ist zu beschädigt“

Als Folge des Crashs von Genesis sagt Nagel: „Die Leute haben realisiert, dass hohe Kryptozinsen nicht nachhaltig sind.“ Die Anbieter, die mit einem sogenannten Decentralized Finance agieren würden, hätten in den vergangenen Monaten massiven Zulauf erhalten, so Nagel. Bislang trafen die Probleme zentral organisierte Player wie Celsius, FTX oder Genesis.

Auch im FTX-Fall gibt es derweil Neuigkeiten, die für Aufsehen sorgen: Insolvenzverwalter John Ray machte Überlegungen öffentlich, die Börse neu zu starten. Es gebe Menschen, die die Kryptobörse verwenden würden. Florian Adomeit glaubt, dafür sei es zu spät: „Die Marke FTX ist zu beschädigt“.

Über einen möglichen Interessenkonflikt im FTX-Insolvenzverfahren und die Folgen von Genesis für die Branche diskutieren die beiden Podcastshosts Julius Nagel und Florian Adomeit mit FinanceFWD-Redakteur Caspar Schlenk.

Im FinanceFWD-Podcast sprechen Nagels und Adomeit über …

… die Pleite von Genesis
… die Folgen für die Kryptowelt
… die Pläne eines FTX-Restarts
… die Interessenkonflikte der FTX-Anwälte

Den FinanceFWD-Podcast gibt es auch bei SpotifyDeezer oder iTunes. Wenn Euch das Format gefällt, freuen wir uns über jede positive Bewertung!

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