Verena Pausder hat als Business Angel in verschiedene Startups investiert. (Bild: PR)

Milliarden-Listing von Wise steht bevor: Das sind die deutschen Investoren

Beim britischen Vorzeige-Fintech Wise (ehemals Transferwise) steht in wenigen Tagen ein Milliarden-Börsengang an. Auch aus Deutschland ist Kapital in das vielversprechende Startup geflossen. Wer sind die Investoren?

Zehn Jahre nach dem Start geht Wise am Mittwoch an die Börse. Die beiden Esten Kristo Käärmann und Taavet Hinrikus hatten das Fintech 2011 als Transferwise in London gegründet. Es soll Auslandsüberweisungen zu Echtzeit-Wechselkursen ermöglichen, schnell wurde es zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für Unternehmen wie Western Union und zum Partner von Fintechs wie N26. Die Liste namhafter Venture Capitalists, die über die Jahre bei Wise eingestiegen sind, ist lang – darunter Baillie Gifford, Valar Ventures und Hedosophia. Selbst der legendäre Investor Andreessen Horowitz ist eingestiegen, der sonst selten in Europa investiert. Deutsche Geldgeber sind dagegen nur wenige an Bord.

Mit Sapphire Ventures ist eigentlich ein weiterer klassischer Wagniskapitalgeber aus dem Silicon Valley an Bord, der als unabhängiger Ableger von SAP gilt. Der Softwarekonzern aus Walldorf ist auch der größte Finanzier des VCs, der erfolgreiche Wetten wie Linkedin, Fitbit oder Square im Portfolio führt. 2017 beteiligte er sich an Transferwise zu einer Bewertung von 1,6 Milliarden Dollar, wie TechCrunch berichtete. Im Sommer 2020 wurde Wise dann mit fünf Milliarden Dollar bewertet, für den Börsengang sind Berichten zufolge sechs bis sieben Milliarden angepeilt.

Szenekopf Verena Pausder befindet sich unter den Business Angels des Unternehmens. „Ich finde die Branche spannend, weil die Banken nicht die Innovatoren und Disruptoren der Branche sein werden“, begründete sie kürzlich ihr Investment im Handelsblatt-Podcast. Eine weitere Fintech-Wette von Pausder ist Alice, in das sie gemeinsam mit Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer mehr als eine Million Euro steckte. Hinter der Anlage-App, die sich an Frauen richtet, steht ein erfahrenes Team (Finance Forward berichtete).

Ein weiterer Geldgeber aus Deutschland war zwischenzeitlich Angel-Investor Mick Mende, der über Mojo Capital von 2016 bis 2019 an Wise beteiligt war. „Mich hat das Geschäftsmodell und auch die Gründer überzeugt“, sagt Mende. Er investiert bereits seit zwei Jahrzehnten und hat mehr als 30 Startups im Portfolio, sein Geld steckt aber auch in VC-Firmen wie Cherry Ventures, Redalpine oder eben Mojo Capital.

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