Das US-Büro von Transferwise, das britische Unternehmen beschäftigt mehr als 2.000 Mitarbeiter. (Bild: imago images / ZUMA Press)

Transferwise verkauft Anteile im Wert von 319 Millionen Dollar

Das britische Fintech steigert seinen Wert auf fünf Milliarden Dollar. Das Geld fließt allerdings nicht in die Firma, vielmehr veräußern ehemalige Mitarbeiter und frühe Investoren ihre Anteile.

Beim britischen Fintech Transferwise ist der US-Investor D1 Capital eingestiegen, Altinvestoren wie Baillie Gifford haben ihre Anteile erhöht – der Firmenwert steigt durch den Deal auf fünf Milliarden Dollar. Das Unternehmen, das auf Zahlungen aus dem Ausland spezialisiert ist, gehört nun zu den europäischen Fintechs mit der höchsten Firmenbewertung. Nur das Banking-Startup Revolut und die Payment-Anbieter Checkout.com und Klarna liegen davor – mit jeweils 5,5 Milliarden Dollar.

Innerhalb von einem Jahr hat Transferwise damit seinen Wert um etwa zwei Milliarden Dollar gesteigert. Die Besonderheit bei dem Deal: Das Geld fließt nicht in die Firma, sondern bestehende Anteilseigner verkaufen ihre Anteile an die Investoren – ein sogenannter Secondary. Weil Transferwise bereits profitabel arbeite, brauche es kein neues Geld, heißt es vom Unternehmen. Schon bei der Finanzierung 2019 sammelte die Firma kein neues Geld ein.

Mitarbeiter und frühe Investoren haben bei den Secondary-Deals ihre Anteile verkauft. Um wen es sich genau handelt, will das Unternehmen nicht verraten. Für Transferwise ist diese Art der Finanzierung ein Weg, um eine öffentliche Marktbewertung vorweisen zu können. Bei einem möglichen Börsengang hilft dies bei der Preisbestimmung. Mehr als acht Millionen Kunden nutzen den Dienst von Transferwise jeden Monat, heißt es.

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