Der Coya-Gründer Andrew Shaw (Foto: Norman Posselt)

Coya erweitert Vorstand – Gründer Andrew Shaw verlässt das Führungsteam

Exklusiv: Nach Funding-Schwierigkeiten soll Max Bachem nun als alleiniger CEO das Versicherungs-Startup weiter führen. Gründer Andrew Shaw bleibt als Berater an Bord.

Max Bachem ist vor einiger Zeit als Co-CEO zum Insurtech-Startup Coya zurückgekehrt, nach einem Zwischenstopp bei der Versicherung Axa übernimmt er nun die Führung. Gründer Andrew Shaw, der das Unternehmen aufgebaut hat und bis zuletzt leitete, wird künftig nur noch als Berater fungieren. Zudem erweitert Coya seinen Vorstand: Julia Sharonova und Nigel Jankelson steigen in die Führungsriege auf.

Zuletzt berichtete Finance Forward und Finanz-Szene.de über Funding-Schwierigkeiten bei Coya. Die bestehenden Geldgeber hatten noch einmal rund fünf Millionen Dollar nachgeschossen. Zudem soll über einen Zusammenschluss mit einem Wettbewerber verhandelt werden. „Coya konnte seine Kundenbasis in den letzten sechs Monaten nahezu verdreifachen und zusammen mit Julia und Nigel haben wir alle Fähigkeiten im Vorstand vertreten, um diese Skalierung in allen Unternehmensbereichen weiter zu treiben“, lässt sich CEO Max Bachem zitieren. Sharonova kam im März von der Wirtschaftsprüfung PwC, Nigel Jankelson ist bereits seit 2020 bei Coya und arbeitete zuvor bei Investmentbank Macquarie.

Coya war 2018 als Hoffnungsträger gestartet, schon zum Launch beteiligten sich bekannte Geldgeber wie Valar Ventures und Headline (früher Eventures), in die Firma sind bis heute mehr als 40 Millionen Dollar geflossen. Doch das Wachstum ließ auf sich warten und aus diesem Grund stellte sich das Fundraising im vergangenen Jahr als schwierig heraus. Der Weggang von Shaw ist auch als Zeichen zu deuten, dass die Investoren das Vertrauen in ihn verloren haben.

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