Rund 50 Mitarbeiter beschäftigt Doconmy. (Bild: PR)

17-Millionen-Funding – Commerzventures und Mastercard investieren in Klima-Fintech

Finanzunternehmen wie Klarna und BNP Paribas verwenden die Daten des grünen Fintechs Doconomy, um die CO2-Bilanz ihrer Kunden zu analysieren. Commerzventures führt nun die neue Finanzierungsrunde bei dem schwedischen Startup an.

Das Stockholmer Fintech Doconomy erhält in einer Finanzierungsrunde 17 Millionen Dollar. Angeführt wird sie vom deutschen Wagniskapitalgeber Commerzventures, der von der Commerzbank finanziert wird. Außerdem beteiligt sich Mastercard. Der Kreditkartenanbieter war schon vorher bei dem Klima-Fintech investiert; seit dem Start 2018 sind insgesamt 24 Millionen Dollar in das Unternehmen geflossen.

Mit dem Dienst von Doconomy können Finanzunternehmen die CO2-Bilanzen der einzelnen Transaktionen ihrer Kunden ermitteln. In der Banking-App zeigt Doconomy dann, wie umweltschädlich eine Konsumausgabe ist. „Wer beispielsweise für 100 Euro tankt, bekommt direkt die CO2-Bilanz angezeigt“, sagt der Commerzventures-Partner Paul Morgenthaler. Es handele sich dabei um Schätzungen, die sich mit immer mehr Dateneingaben verbessern. Sie stammen aus mehreren Datenbanken.

90 Millionen Transaktionen berechnet Doconomy jeden Monat. Zu den prominenten Kunden zählen beispielsweise Klarna, BNP Paribas oder die Bank Nordea. In diesem Jahr will die Firma in zehn neuen Märkten verfügbar sein, in 20 ist sie bereits aktiv. Banken, Fintechs oder Telekommunikationsanbieter binden die Analyse von Doconomy per Schnittstelle an die eigenen Dienste an. „Nach der Analyse können sie das CO2 kompensieren oder den Verbrauch mit ihren Freunden vergleichen“, sagt Morgenthaler.

Doconomy setzt dabei auf den Trend, den eigenen Konsum stärker zu hinterfragen. Mit 17 Millionen Dollar drei Jahre nach der Gründung zählt diese Finanzierungsrunde zu den größten unter den grünen Fintechs in Europa.

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