Die Zentrale von Aifinyo in Dresden (Bild: Presse).

Factoring-Fintech Aifinyo kauft Berliner Konkurrenten

Exklusiv: Nach dem Zukauf von Decimo übernimmt Aifinyo nun einen weiteren Wettbewerber: Pagido startete bereits 2014, Axel Springer und mehrere Tech-Promis finanzierten die Startphase. Danach wurde es lange still um den Factoring-Anbieter.

Bereits vor dem großen Factoring-Hype starteten Ulrik Deichsel und David Harnasch mit Padigo. Vor allem Freiberufler aus der Medienbranche sollten mit dem Dienst ihre Rechnungen vorfinanzieren lassen können – sogenanntes Factoring. Das Fintech durchlief das Startup-Programm des Verlags Axel Springer und holte gleich mehrere prominente Business Angels an Bord, darunter die Project-A-Gründer Uwe Horstmann und Florian Heinemann sowie den Szene-Kopf Oliver Roskopf.

Dann wurde es ruhig um Pagido, trotz des Hypes mit vielen neuen Factoring-Startups wie Finiata und Billie – und großen Finanzierungsrunden. Nun übernimmt Aifinyo aus Dresden die Markenrechte und den Kundenstamm von Pagido. Aifinyo hatte schon im vergangenen Jahr das Berliner Startup Decimo gekauft. Den Kaufpreis für Pagido teilt das Unternehmen nicht mit, es dürfte sich aber um keine große Summe handeln.

Denn das Geschäft war klein: Padigo wickelte im vergangenen Jahr ein Factoring-Volumen von gerade einmal fünf Millionen Euro ab, bei Aifinyo waren es 320 Millionen Euro. Das Dresdner Unternehmen, das früher Elbe Finanzgruppe hieß, ist an der Börse gelistet. Zuletzt hatte es mit der Corona-Pandemie zu kämpfen: Der Umsatz war in den vergangenen sechs Monaten  eingebrochen, im dritten Quartal konnte Aifinyo jedoch die Verluste wieder verringern.

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