Vor allem auf junge Kunden zielt Afterpay ab (Bild: Screenshot).

Klarna-Konkurrent Afterpay auf dem Sprung nach Europa

Der Börsenkurs des australischen Payment-Unternehmens Afterpay steigt immer weiter, der Unternehmenswert liegt mittlerweile bei 15 Milliarden Euro. Unterdessen gibt es weitere Zeichen für eine Europa-Expansion. Steht auch Deutschland auf dem Plan?

Die Expansion kündigte sich bereits an: Ende August kaufte Afterpay das spanische Payment-Unternehmen Pagantis für 50 Millionen Euro, um nach Europa zu expandieren. Das australische Fintech ist eines der Stars unter den „Buy now, pay later“-Anbietern (Finance Forward berichtete). Das Prinzip: E-Commerce-Kunden können ihre Einkäufe in Raten zurückzahlen. Der Börsenkurs von Afterpay befindet sich zurzeit auf einem Höchststand, das Unternehmen ist umgerechnet 15 Milliarden Euro wert.

Durch den Zukauf von Pagantis verfügt Afterpay über eine Payment-Lizenz. Zurzeit warte das Unternehmen darauf, ihr Geschäft künftig in „allen EU-Mitgliedstaaten“ anbieten zu dürfen, das sogenannte Passporting. Das teilt eine Afterpay-Sprecherin auf Nachfrage von Finance Forward mit. Bis zur Genehmigung von der spanischen Zentralbank könne das Unternehmen noch keine „spezifischen europäischen Expansionspläne“ verkünden.

Die Sprecherin macht aber gleichzeitig deutlich, dass es diese Pläne gibt. Dafür wird Afterpay auf dem europäischen Festland mit seiner britischen Tochter Clearpay auftreten. Das Unternehmen freue sich „über die Möglichkeit, unseren Clearpay-Zahlungsservice künftig auf den europäischen Märkten anbieten zu können“, heißt es.

Abseits von Australien, Großbritannien und den USA ist Afterpay in Kanada und Singapur aktiv. Es gehört zu den großen Rivalen des schwedischen Payment-Startups Klarna, das kürzlich zum wertvollsten Fintechs Europas aufgestiegen ist. In Deutschland ist eine Arvato-Tochter mit dem Namen Afterpay am Markt.

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