Wie Binance die Kryptoregulierung der EU austricksen könnte
Ab diesem Mittwoch dürfen Kryptounternehmen ohne MiCA-Lizenz keine EU-Kunden mehr bedienen. Dazu zählt auch die weltgrößte Börse von Gründer Changpeng Zhao. Doch während Rivalen schon ihre große Chance wittern, hat Binance offenbar ein Schlupfloch gefunden.
Für die europäische Kryptobranche ist dieser 1. Juli 2026 ein historisches Datum: Mit diesem Mittwoch endet die Schonfrist für die Kryptoregulierung MiCA. Wer bis jetzt keine Lizenz von einer europäischen Aufsichtsbehörde erhalten hat, darf keine neuen Kundinnen und Kunden mehr aufnehmen, muss den Handel einstellen und das Geschäft in der EU auslaufen lassen. Die meisten in der Szene gehen davon aus, dass sich der Markt völlig neu sortieren wird.
Die Zahl der Player dürfte sich drastisch reduzieren. Gab es vor der Regulierung gut 1200 Kryptofirmen mit nationalen Lizenzen in der EU, so haben nun lediglich gut 200 eine MiCA-Lizenz der europäischen Finanzmarktaufsicht ESMA erhalten. Besonders pikant dabei: Auch der umstrittene Weltmarktführer Binance von Gründer Changpeng Zhao (49) steht ohne Lizenz da und müsste sich nun eigentlich zurückziehen. Doch die weltgrößte Kryptobörse will Europa nicht verlassen. In den vergangenen Tagen mehren sich die Hinweise, dass das Unternehmen wohl ein Schlupfloch nutzen könnte, um die Kundschaft in Teilen weiter zu bedienen.