Gründer Christian Hecker (Bild: PR)

250 Millionen Euro für Trade Republic

Der deutsche Neobroker Trade Republic hat 250 Millionen Euro eingesammelt und wird mit fünf Milliarden Euro bewertet. Das Investment kommt zu einer Zeit, in der das Geld von Wagniskapitalgebern knapper wird.

Der Pensionsfonds Ontario Teachers’ investiert 250 Millionen Euro in Trade Republic, wie das Unternehmen am Freitagmittag mitteilte. Es bestätigt damit Berichte von Deutsche Startups. Dabei wird der Neobroker mit fünf Milliarden Euro (Pre-Money: 4,75 Milliarden) taxiert, was einer leichten Erhöhung gegenüber der Bewertung bei der jüngsten Finanzierungsrunde (4,4 Milliarden Euro) entspricht.

Das Investment kommt zu einer Zeit, in der es bei anderen Fintechs wie Klarna, Nuri, Sumup oder Kontist zu Massenentlassungen kam. Auch das US-Vorbild von Trade Republic, Robinhood, entließ rund neun Prozent seiner Belegschaft. Für Trade Republic ist das frische Kapital wichtig, um die Europaexpansion zu finanzieren.

Wie es um Trade Repubic tatsächlich steht, ist indes schwer von außen zu beurteilen, das Startup kommuniziert seine Zahlen ungern. Allerdings hat der Düsseldorfer Börsenbetreiber Lang & Schwarz, über den Trade Republic seinen Handel abwickelt, Geschäftszahlen für das Boomjahr 2021 vorgelegt (Finance Forward berichtete im Februar). Daraus lässt sich herauslesen, dass die Traktion bei dem Neobroker – im Gegensatz zu Konkurrenten – intakt zu sein scheint.

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