Sebastian Hasenack leitet Solidvest bei DJE (Bild: PR)

„Wir erreichen Neukunden über Instagram, die 75.000 Euro investieren“ – Solidvest-Chef Sebastian Hasenack im FinanceFWD-Podcast

Für den deutschen Fintech-Markt war es eine Überraschung, dass Solidvest als Partner der DKB für ihren Robo-Advisor fungiert – es ist ein großer Auftrag. Im Podcast spricht Solidvest-Chef Sebastian Hasenack über Details.

Um die Robo-Advisor ist es in den vergangenen Monaten eher ruhig geworden – im Fokus lagen die Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital. Abseits des Hypes würden sich die Zahlen jedoch gut entwickeln, erzählt Sebastian Hasenack im Podcast. Der Manager leitet seit drei Jahren den Robo-Advisor Solidvest der Münchner Vermögensverwaltung DJE Kapital und hatte zuvor das Fintech Investify gegründet. „Das Thema langfristige, nachhaltige Geldanlage ist ein Dauerbrenner“, sagt er. Seit kurzem organisiert Solidvest den Robo-Advisor der zweitgrößten deutschen Direktbank DKB (Finance Forward berichtete).

Im Gespräch mit Finance Forward nennt Hasenack auch konkrete Zahlen: Solidvest wächst demnach um rund zwei Millionen Euro an Kundenvolumen pro Woche, insgesamt kommt es derzeit auf 170 Millionen Euro an Kundenvermögen von etwa 2.300 Kunden. Das soll auch erstmal so weitergehen, der Robo-Advisor soll um rund 100 Prozent pro Jahr wachsen, das hat Hasenack vom Vorstand vorgegeben bekommen. Bedeutet: In einem Jahr soll das Angebot dann bei 340 Millionen Euro an Assets under Management stehen.

Nachdem vor ein paar Jahren große Wachstumszahlen für das gesamte Segment „Robo-Advisor“ prognostiziert wurden, sei in dem Markt mittlerweile eine Ruhe eingekehrt. Die ersten Partnerschaften wurden geschlossen und die Banken können sich nun voll auf ihre Kunden konzentrieren, sagt Hasenack. Das Robo-Angebot der DKB besteht beispielsweise zu 30 Prozent aus Fonds und zu 70 Prozent aus ETFs, Geldanlegen lässt sich dabei ab 10.000 Euro.

Dass es immer einfacher wird, sich mit ETFs ein eigenes Portfolio zusammenzubauen, das als Konkurrenzprodukt zu Robo-Advisorn entsteht, sieht Hasenack indes nicht als Gefahr für den Markt. „ETFs sind passive Produkte, denen das Element des aktiven Managements fehlt“, sagt er. „Dann stellen sich Fragen wie ,Bin ich mit meinem ETF in einem bestimmten Sektor nur im Heute allokiert und nicht mehr im Morgen? Muss ich auf bestimmte Währungsfragen reagieren oder bestimmte Bereiche shiften?’“ Diese aktive Komponente will Solidvest künftig noch stärker als Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten.

Für jeden Kunden, den Solidvest neu aufnimmt, gibt es etwa 500 Euro an Marketing-Kosten aus. Dann dauert es wiederum ein bis anderthalb Jahre, dass sich dieser Kunde für den Robo-Advisor rentiert. Und dann bleiben die meisten Kunden in der Branche über viele Jahre bei dem gleichen Anbieter. „Wir haben derzeit rund 75.000 Euro Anlagesumme pro Kunde“, sagt Hasenack. Die Kunden kommen über Facebook, Instagram und Google.

Wie sich Solidvest gegenüber der Konkurrenz positioniert und was für die kommenden Jahre ansteht, das hört ihr im FinanceFWD-Podcast.

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Im FinanceFWD-Podcast spricht Hasenack über …

… Robo-Advisor nach dem Hype
… die Kooperation mit der DKB
… die teuren Marketing-Kosten in dem Segment
… den Durschnittskunden von Solidvest

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