Die Revolut-Gründer Vlat Yatsenko (links) und Nikolay Storonsky mit ihrem Team im Jahr 2017. (Bild: Unternehmen)

Nach Mega-Runde: Wer sind die deutschen Investoren bei Revolut?

Die britische Challengerbank Revolut hat eine große Finanzierung verkündet, der Wert steigt auf 5,5 Milliarden Dollar. Zu den neuen Geldgebern gehört nach Informationen von Finance Forward auch ein bekannter deutscher Business Angel.

Felix Haas hatte seine große Chance. Bei einem der ersten Pitches der N26-Gründer hätte er investieren können. Sein Sitznachbar riet ihm damals davon ab. „Es nervt, dass ich bei N26 nicht investiert habe“, sagte Haas kürzlich im Podcast von Finance Forward.

Nun ist er doch noch bei einer Challengerbank dabei: Haas hat sich nach Informationen von Finance Forward an dem ärgsten Konkurrenten von N26 beteiligt: Revolut. Das britische Unternehmen hat gerade eine Finanzierung über 500 Millionen Dollar verkündet, die Unternehmensbewertung stieg dabei auf 5,5 Milliarden Dollar. Revolut zählt neben dem schwedischen Payment-Anbieter Klarna nun zum europäischen Fintech mit der höchsten Bewertung. Angeführt hat die Mega-Runde TCV, wie der US-Fonds mitteilte.

Haas ist einer der bekanntesten Business Angel, er investiert zusammen mit drei Unternehmern unter dem Namen 10x. Zu dem Portfolio gehören etwa die Kreditplattform Iwoca und das soziale Netzwerk Jodel. Dass Angel-Investoren in so einer späten Finanzierungsrunde einsteigen, ist ungewöhnlich, weil die Bewertung schon extrem hoch ist. 10x soll einen mittleren siebenstelligen Betrag investiert haben, heißt es aus dem Unternehmensumfeld.

Neben Felix Haas gibt es noch drei weitere Geldgeber aus dem deutschsprachigen Raum:

– Point Nine Capital, der Berliner Frühphasen-Investor, hat bei Revolut 2016 investiert, kurz nach dem Start. Es ist einer der größten Hoffnungsträger im Portfolio.

– Rockets Investmentarm Global Founders Capital (GFC) ist seit der letzten Finanzierungsrunde 2018 dabei. GFC stieg bei einer Bewertung von 1,7 Milliarden Dollar ein – und kann jetzt bereits einen massiven Wertanstieg vorweisen. Ob die beiden deutschen Wagniskapitalgeber sich bei der neuen Runde beteiligt haben, ist nicht bekannt. Rocket soll aber nach Informationen von Finance Forward eine Kreditlinie über 100 Millionen britische Pfund zu Verfügung gestellt haben.

– Star-Investor Klaus Hommels, mit seinem Schweizer Fonds Lakestar, glaubt ebenfalls an Revolut. In der aktuellen Finanzierungsrunde sollen 70 Millionen Dollar von ihm kommen, berichtete Deutsche Startups.

Idnow-Gründer und Business Angel Felix Haas (Bild: privat)
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