Kilian Thalhammer – Mitgründer des Branchenblogs Payment und Banking und „Head of Merchant Solutions“ der Deutschen Bank.

„Ich bin nicht gekommen, um mir einen gemütlichen Job zu machen“ – Deutsche-Bank-Manager Kilian Thalhammer im FinanceFWD-Podcast

Kilian Thalhammer soll das Zukunftsgeschäft Payment für die Deutsche Bank aufbauen – eine Kehrtwende für das größte Geldhaus hierzulande, über die Jahre hatte es die Geschäftsbereiche verkauft. Wie will es die Rückkehr in einem umkämpften Markt schaffen?

Vor einem Jahr verließ Kilian Thalhammer seinen Job bei Wirecard, das Unternehmen versank zu der Zeit in einem Skandal – es war unklar, wie es weitergeht. „Jeder Player aus der Branche hat sich angeschaut“, ob sich Technologie übernehmen oder Mitarbeiter abwerben ließen. An allen Tischen einer benachbarten Hotelbar hätten Bewerbungsgespräche stattgefunden, „während ich nur ein Bier trinken“ wollte, erzählt Thalhammer.

Der Fintech-Experte folgte kurze Zeit später ebenfalls einem Job-Angebot: Für die Deutsche Bank baut er seitdem das Payment-Geschäft auf, das die Bank in den Jahren zuvor eigentlich verkauft hatte und nun die Kehrtwende anstrebt. Es habe ihn gereizt, die „Welt einer Großbank“ kennenzulernen. Als Mitgründer des Branchenblogs Payment & Banking bewertete Thalhammer die Bankenwelt seit Jahren – oft kritisch. Es sei einfach, die Banken von außen zu kritisieren, er wolle sich nun der Job-Aufgabe „stellen“.

Große Ambitionen für die Rückkehr

Die Deutsche Bank fokussiere sich auf zwei Kundengruppen im neue Paymentgeschäft, große Unternehmen und die kleinen und mittleren Firmen – beides Segmente, in denen das Geldhaus stark ist. Weil die Bank die Konten führe, sei es bei den Großkunden beispielsweise besser möglich, ihre Geldflüsse zu organisieren. Im Online-Handel würden die Firmen das Geld teilweise von 60 Kreditkarten-Acquirern überwiesen bekommen – zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Währungen. Diesen Vorgang könne die Deutsche Bank verbessern, erklärt Thalhammer. Mehrere Pilotprojekte laufen bereits.

Zusätzlich setzt die Bank auf ihre 800.000 bestehenden kleineren Unternehmenskunden, denen es Payment-Produkte verkaufen will. Für die Gastronomie oder den Einzelhandel entwickelt die Bank beispielsweise einen SoftPOS – statt eines kleinen Kartenterminals wie von Sumup oder Square lässt sich das Smartphone verwenden, um als Personal Kartenzahlungen zu akzeptieren.

Details zum großen Joint Venture, den Paymentplänen und dem Exit von Stocard, an dem er als Business Angel beteiligt war, erzählt Kilian Thalhammer im Podcast.

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Im FinanceFWD-Podcast spricht Thalhammer über …

… seinen Abschied bei Wirecard
… die Pläne für das Paymentgeschäft
… das neue Gemeinschaftsunternehmen
… die Fintech-Experten bei der Deutschen Bank
… den Exit an Stocard

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