Das Gründerteam von Inzmo: Meeri Rebane und Risto Klausen (Bild: PR)

Millionen für Berliner Insurtech Inzmo

Exklusiv: Das Berliner Insurtech Inzmo bekommt eine Finanzierung über 3,1 Millionen Euro. Das Geld stammt unter anderem von der Schweizer Versicherung Helvetia.

Fünf Jahre nach der Gründung gibt das Berliner Startup Inzmo eine Finanzierungsrunde über 3,1 Millionen Euro bekannt. Neben Lead-Investor Change Ventures hat auch Helvetia Ventures nachgelegt, der Investment-Arm des Schweizer Versicherungskonzerns, der bereits seit mehreren Jahren an Bord ist. Insgesamt beläuft sich das Funding für das Startup damit auf 5,2 Millionen Euro.

Ursprünglich war Inzmo als App gestartet, bei der Nutzer ihr Fahrrad gegen Diebstahl registrieren konnten. Bei der Suche nach Partnern für Versicherungspolicen sei das Interesse von Versicherern groß gewesen, sagt Mitgründerin Meeri Rebane im Gespräch mit Finance Forward. „Sie haben gefragt, ob unsere Infrastruktur nicht auch für andere Versicherungen denkbar sei.“ 2016 entschieden sich die Gründer zum Pivot zum Insurtech-Startup.

Inzmo konzentrierte sich in der Folge auf B2B2C-Partnerschaften: Das Startup kooperierte mit dem Vergleichsportal Check24, dem Online-Versandhändler Notebooksbilliger.de und Unternehmen wie Uber oder Delivery Hero. Über die eigene App und Webseite können Kunden inzwischen zudem Handys, Fahrräder und Laptops versichern.

Wird Inzmo noch in diesem Jahr profitabel?

Mit dem frischen Kapital will Inzmo sein Angebot in den kommenden Wochen um eine Mietkautionsversicherung erweitern, die von der Société Générale unterstützt wird. Statt einer Kaution über mehrere Tausend Euro zahlen Kunden dabei eine monatliche Gebühr ab 3,50 Euro. Außerdem soll das Team von aktuell 15 Mitarbeitern um weitere zehn ausgebaut werden.

Inzwischen zählt Inzmo nach Informationen von Finance Forward 45.000 Kunden, von denen aber nur ein kleiner Teil über die App kommt. Das Unternehmen ist offenbar noch sehr abhängig von seinen Partnern – nach Daten des Analysetools Airnow Data wurde die Inzmo-App bislang nur etwa 16.000 Mal heruntergeladen.

Umsatzzahlen will das Startup noch nicht veröffentlichen, man sei jedoch nah an der Gewinnzone, heißt es. Innerhalb des kommenden Jahres wolle Inzmo es laut Rebane profitabel arbeiten. Das sei durch niedrige Kosten für die Kundenakquise und ein langsames, aber nachhaltiges Wachstum möglich. In dem Rahmen sei auch bald eine größere Finanzierungsrunde denkbar, so Rebane.

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