Auch unter den jungen Fintechs sitzen die meisten in Berlin (Bild: Leon Seibert/Unsplash)

Berliner Software-Startup Immerok für mehr als 100 Millionen Dollar verkauft

Exklusiv: Eine Erfolgsgeschichte in schwierigen Zeiten – das US-Unternehmen Confluent übernimmt das wenig bekannte Berliner Startup Immerok. Nach Informationen von Finance Forward zahlte der börsennotierte Konzern dafür mehr als 100 Millionen Dollar. Die Firma wurde erst im vergangenen Mai gegründet.

Die Pressemitteilung am Freitag ging unter. Der US-Player Confluent kündigte an, das deutsche Unternehmen Immerok zu übernehmen. Es handle sich dabei um „einen der führenden Entwickler von Apache Flink, einer leistungsstarken Technologie zur Erstellung von Stream-Processing-Anwendungen und eines der beliebtesten Apache-Open-Source-Projekte“, teilte das Unternehmen mit. Die niederländische Bank ING gehörte zu den ersten Kunden des Daten-Startups.

Insgesamt mehr als 100 Millionen Dollar in bar soll Confluent nach Finance-Forward-Informationen für den Deal gezahlt haben. Die Firmen hatten über die finanziellen Details stillschweigen vereinbart. Ein schneller Erfolg für die Wagniskapitalgeber 468 Capital, Cusp Capital und Cortical Ventures, die erst im vergangenen Jahr eingestiegen sind – im Mai hatten die drei Gründer Holger Temme, Konstantin Knauf und Johannes Moser das Startup Immerok überhaupt erst gegründet. Ein Ritterschlag für die Gründer.

Es ist nicht ihr erster Erfolg: Alle drei haben bei Data Artisans mitgearbeitet. Ein deutschen Startup, das der chinesische Tech-Konzern Alibaba kaufte. Data Artisans, das heute Ververica heißt, arbeitete ebenfalls mit dem Open-Source-Projekt Apache Flink. Damals soll ebenfalls ein Betrag um die 100 Millionen Dollar geflossen sein.

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