Begehrte Prüfnummer: Die Bafin sorgt mit einer Datenbank und einer ID eigentlich für Transparenz, um Anleger zu schützen. Doch Betrüger könnten die Daten auch anders nutzen. (Foto: Andreas Rentz / Getty Images)

Die Betrugsmasche der Firmendiebe

Kriminelle zocken Privatanleger mit lukrativen Zinsversprechen auf Fake-Webseiten ab. Dabei tarnen sie ihr Angebot mit gestohlenen Daten realer Firmen. Die Informationen stammen womöglich aus einer Datenbank der Finanzaufsicht Bafin.

Eigentlich ist Maximilian Block (43) niemand, der sich ständig selbst googelt. Dabei gibt es durchaus einiges über ihn zu lesen. Block ist eines der bekannteren Gesichter der deutschen Start-up-Szene. Er ist Gründer des Jura-Start-ups Advocado, das Menschen einfacher einen Anwalt vermitteln soll. Außerdem ist der Greifswalder als Business Angel unterwegs und in der Wirtschaftswelt seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern gut vernetzt.

An einem Tag im September vergangenen Jahres, am Münchner Flughafen, suchte Block dann aber doch nach sich selbst. Und nach seiner jüngsten Firma, der Valhallion Limited Partner GmbH, einem geplanten Wagniskapitalfonds, für den er in den Tagen zuvor bei möglichen Investoren auf der Konferenz Bits & Pretzels getrommelt hatte. „Und dann bin ich aus allen Wolken gefallen, als ich die Valhallion-Webseite gesehen habe“, erinnert er sich. Denn die hatte er gar nicht aufgesetzt.

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