Die Penta-Mitgründerin Jessica Holzbach (Bild: PR)

Crypto-as-a-Service: Jessica Holzbach gründet erneut

Penta-Mitgründerin Jessica Holzbach wagt sich an ein neues Projekt: Mit Pile will sie dezentrale Finanzdienstleistungen massentauglich machen.

Nun ist es raus: Penta-Mitgründerin Jessica Holzbach hat ein neues Projekt – und geht damit ganz neue Wege. Auf der Finance-Forward-Konferenz verriet die KMU-Banking-Expertin am Mittwoch, dass sie im April 2022 das Krypto-Unternehmen Pile gegründet habe. Zusammen mit den Ex-Penta-Kolleginnen Benedetta Ludovisi und Jeannine Klein sowie dem Herdius-Gründer und Smart-Contract-Experten Balazs Deme will Holzbach Fintechs, Banken und Startups die Welt dezentraler Finanzdienstleistungen öffnen, so dass diese künftig ihren Kunden Leistungen aus dem Bereich anbieten können.

Der Markt mit dezentralen Finanzdienstleistungen, kurz Defi, ist in den letzten Jahren rasant gewachsen: Der Datenanbieter Statista gibt an, dass der tägliche Umsatz in den vergangenen drei Jahren von 400 Millionen auf über 50 Milliarden Dollar im Mai 2022 gestiegen ist. Für Anleger ist ein Investment attraktiv, weil es Rendite zwischen vier und 15 Prozent verspricht. Dabei verleihen Kryptoeigner wahlweise Coins an andere oder stellen sie dem Netzwerk zur Verfügung.

Pile sei eine Möglichkeit, Anlegern eine sichere Brücke in die Defi-Welt zu schlagen, meint Holzbach. Dezentrale Finanzdienstleistungen sind noch unreguliert und es tummeln sich auch viele Betrüger in diesem Bereich. Gleich nach der Bekanntgabe soll Pile mit einigen Pilotkunden an den Start gehen.

2016 hat Holzbach zusammen mit Luka Ivicevic und Lukas Zörner die Unternehmensbank Penta gegründet. Für das Projekt hat sie innerhalb von viereinhalb Jahren mehr als 30.000 Kunden angeworben. Letztes Jahr ist sie ausgestiegen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Sie ist mitterweile selbst als Business Angel aktiv und berät die Private-Equity-Firma von N26-Investor Ilvaska Vuillermoz in Luxemburg.

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