Die beiden Cobee-Gründer Borja Aranguren (links) und Daniel Olea (Bild: PR)

Rabatt-App für Mitarbeiter – das Fintech Cobee kommt nach Deutschland

Exklusiv: Cobee konnte kürzlich eine Millionen-Summe von Target Global und Speedinvest einsammeln. Jetzt expandiert das spanische Fintech in andere europäische Länder, darunter Deutschland.

Cobee setzt künftig auf den deutschen Markt. Das spanische Startup hat eine App entwickelt, mit der Unternehmen für ihre Mitarbeiter Rabatte (etwa bei Fitnessstudios) oder Zuschüsse zu Mahlzeiten verteilen können. „Wir glauben, dass sich die Mitarbeitervergütungen in den kommenden Jahren drastisch verändern werden“, sagt Mitgründer Borja Aranguren im Gespräch mit Finance Forward.

Bislang gibt es in vielen Unternehmen einheitliche Vergütungen für alle Mitarbeiter, das Fintech will sie dagegen besser auf die einzelnen Mitarbeiter zuschneiden. Die meisten Firmen versuchen mittlerweile, neues Personal mit Rabatten und anderen Benefits zu locken.

Mit der kostenfreien Testversion von Cobee, die in Deutschland startet, gibt es beispielsweise Rabattcoupons bei Marken wie Zalando, Ikea oder Nike. Bis Ende des Jahres solle die Premiumversion jedoch ausgerollt werden, heißt es vom Unternehmen. Diese beinhaltet eine Visa-Karte für die Endkunden, mit der sie Vergünstigungen bei Reisen oder auch für Restaurant-Besuche bekommen können.

Die Hoffnung: Endlich Wachstum bei Expansion

Insgesamt bedient Cobee, das Anfang 2019 gestartet ist, in Spanien eigenen Angaben zufolge mit der App 10.000 Mitarbeiter – wie viele Unternehmen das Angebot verwenden, gibt das Startup auf Anfrage nicht an. Bisherige Firmenkunden im Heimatmarkt sind beispielsweise Booking.com, Glovo, Tripadvisor und Avis.

Für ein Unternehmen, das bereits eine internationale Expansion beginnt, sind die bisherigen Zahlen noch überschaubar. Für den Gründer Aranguren ist das Modell eine Wette auf die Zukunft, erst in den kommenden Jahren würde sich die Arbeitswelt dahin entwickeln, verstärkt auf Konzepte wie das von Cobee zu setzen.

In Deutschland gibt es mit Spendit und Lunchio bereits ähnliche Startups. Für Unternehmen bieten sie die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern steuerfreie Sachbezüge zukommen zu lassen. Cobee selbst verdient sein Geld hauptsächlich mit dem Premiumkonto, das fünf Euro pro Mitarbeiter im Monat kostet. Hinzu kommt eine Umsatzbeteiligung bei einigen Benefits.

Die Expansion soll nun das Wachstum bringen. Dafür hat das Fintech kürzlich von den Wagniskapitalgebern Target Global und Speedinvest eine Millionen-Finanzierung bekommen. Abgesehen von Deutschland versucht sich Cobee auch im Vereinigten Königreich, Frankreich, Italien und Portugal. Dort, wo der Marktstart gut läuft, will das Unternehmen mit aktuell 25 Mitarbeitern dann auch Büros eröffnen.

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