Der Krypto-Gründer und Sportler Julian Hosp (Bild: imago/ HochZwei)

Cakedefi – Bafin ermittelt gegen Krypto-Projekt von Julian Hosp

Der Krypto-Influencer Julian Hosp erleidet einen Rückschlag: Die Finanzaufsicht Bafin durchleuchtet seine App Cakedefi. Die Konsequenzen sind noch unklar.

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin nimmt sich das Krypto-Projekt Cakedefi vor. Die Behörde teilte in einer Mitteilung mit, dass sie gegen die Cake Pte. Ltd. in Singapur ermittelt. Der Verdacht lautet, dass „die Gesellschaft unerlaubt Bankgeschäfte bzw. Finanzdienstleistungen in Deutschland betreibt“, heißt es in der Mitteilung. Die Nachricht der Bafin erfolgt nach einer Finance-Forward-Anfrage im vergangenen Jahr.

Hinter Cakedefi steht der Krypto-Influencer Julian Hosp, der vor allem über die sozialen Netzwerke über Kryptowährungen spricht, aber auch für Cakedefi bewirbt. Schon in der Vergangenheit hat sich die Behörde daran gestört, dass Finanzanbieter, die in anderen Ländern reguliert sind, in Deutschland werben. Dies könnte nun auch bei Cakedefi der Fall sein. Allein auf Facebook finden sich rund 120 Anzeigen, die gezielt Nutzer in Deutschland ausgespielt werden. Hosp war kurzfristig nicht erreichbar. Für den Gründer wäre es ein Rückschlag, wenn er in Deutschland nicht mehr werben dürfte.

Cakedefi bietet über seine App den Zugang zu Decentralized Finance, zum Beispiel lässt sich Staking betreiben. Das Angebot soll niedrigschwellig sein, um eine breite Zielgruppe zu erreichen. Über Twitter teilte das Unternehmen am Freitagmittag mit: „Wir wurden heute auf eine Meldung auf der Website der deutschen Aufsichtsbehörde Bafin aufmerksam gemacht. Wir möchten betonen, dass wir ein in Singapur ansässiges Unternehmen sind und unseren Kunden versichern wollen, dass wir die lokalen Gesetze und Vorschriften einhalten.“

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