Bux hat seinen Hauptsitz in Amsterdam (Bild: Eirik Skarstein/Unsplash)

Trading-App Bux stellt Deutschlandchef ein

Exklusiv: Der niederländische Digitalbroker Bux hat einen Deutschlandchef eingestellt. Das sind seine Pläne.

Im August verkündete der Neobroker Bux, in Deutschland 100.000 Kunden erreicht zu haben. Die Zahl reicht offenbar aus, um einen Deutschlandchef einzustellen. Seit Anfang Oktober verantwortet Nils-Hendrik Höcker das operative Geschäft aus Berlin heraus. Vorher war der Manager bei Unternehmen wie Delivery Hero als Expansionsstratege beschäftigt und hat Startups beraten.

Mit Höcker will Bux seine Position auf dem deutschen Markt festigen. Um den neuen Manager soll ein Team aufgebaut werden, teilt Bux auf Anfrage von Finance Forward mit. Im kommenden Jahr soll auch die Eröffnung eines Büros in Berlin folgen. „Wir legen großen Wert darauf, uns an die lokalen Gegebenheiten, Investitionsgewohnheiten und Bedürfnisse unserer Nutzer in jedem unserer Märkte anzupassen“, sagt Unternehmensgründer Nick Bortot.

Bux will sich von Trade Republic und Robinhood abgrenzen

Er werde in erster Linie mit deutschen Kunden sprechen und auf die Besonderheiten des Marktes eingehen, sagt Höcker. Zu viele Deutsche würden ihr Geld auf dem Sparbuch anlegen, da bedürfe es noch „Aufklärungsarbeit“.

Bux will sich von beliebten Brokern wie Robinhood und Trade Republic abgrenzen, indem es seinen Kunden nachhaltige und langfristige Investments nahelegt. „Wer versucht, seine Kunden zu möglichst vielen Trades zu verleiten, betreibt Glücksspiel kein Brokerhaus“, sagt Bortot im Gespräch mit Finance Forward. Er wolle hingegen einen „fairen Broker“ anbieten, der mit langfristigen Investments Geld verdient.

Aktuell kommt das 2014 gegründete Unternehmen insgesamt auf 300.000 Kunden, ein Drittel stammt demnach aus Deutschland, der Rest entfällt auf Österreich, Frankreich, Belgien und die Niederlande. Für 2021 plant Bux eine „breitere europäische Markteinführung“, teilt das Fintech mit. Bisher hat es insgesamt knapp 35 Millionen Dollar von den Wagniskapitalgebern Holtzbrinck Ventures, Velocity Capital, Orange Growth Capital und Initial Capital eingesammelt.

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