Seit ein paar Monaten wirbt Payhawk in Berlin auch auf großen Plakaten (Bild: FFWD)

112 Millionen Dollar für Payhawk

Exklusiv: Das Fintech Payhawk erhält in einer Finanzierungsrunde 112 Millionen Dollar, Greenoaks Capital steigt neu ein. Der Firmenkreditkarten-Anbieter will nun in die USA expandieren.

Das Playbook ist bekannt: Ein großer Wagniskapitalgeber aus den USA investiert, das europäische Startup nutzt die Gelegenheit, den US-Launch anzukündigen. Kurz nach dem Rückzug von N26 aus dem heißumworbenen Markt traut sich nun das bulgarische Payhawk nach Übersee. Es hat eine Kreditkarte und Software für die Ausgabeorganisation von Firmen entwickelt und bekommt nun weitere 112 Millionen Dollar, angeführt von Greenoaks Capital aus San Francisco. Ein Fonds, der kürzlich auch in Gorillas, Robinhood, Vivid und Stripe investiert hat.

Die Post-Money-Bewertung liegt bei 570 Millionen Dollar, drei Jahre nach Gründung eine beachtliche Zahl. Auch die Bestandsinvestoren QED (in Klarna und Nubank investiert) und der frühe N26-Investor Earlybird legen nach. Mit dem Kapital will Payhawk im kommenden Jahr Büros neben den USA auch in den Niederlanden, Australien und Singapur eröffnen. „Mit einem US-Investor wie Greenoaks geht die Expansion Hand-in-Hand“, sagt Vertriebschef Thomas Westerhoven im Gespräch mit Finance Forward.

Von Konkurrenten wie Moss, Pliant, Finway, Pleo und Spendesk will es sich absetzen, in dem es größere Kunden anspricht. Dazu gehören Unternehmen wie LuxAir, Lotto24, Flink oder auch ATU mit seinen 550 Filialen. Doch auch das Segment bekommt derzeit Wettbewerbsdruck: Gerade erst ist mit TripActions ein erfolgreiches US-Startup in dem Segment nach Deutschland gekommen. Es wurde kürzlich mit sieben Milliarden Dollar bewertet.

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