Unzer-Chef Robert Bueninck und Tillhub-Gründer Tim Seithe (Bild: PR)

Payment-Firma Unzer kauft Kassen-Startup Tillhub

Exit eines Berliner Fintechs: Tillhub, das Berliner Startup für Kassensoftware, wird von dem deutschen Payment-Anbieter Unzer akquiriert. Die beiden Firmen kooperieren schon länger. Was steckt hinter dem Deal?

Der deutsche Zahlungsdienstleister Unzer übernimmt das Berliner Fintech Tillhub, das eine cloudbasierte Kassensoftware entwickelt hat. Wie es in einer Mitteilung heißt, soll der Zukauf Unzer ermöglichen, Zahlungen im E-Commerce und stationären Handel zu verbinden. Über den Kaufpreis schweigen beide Parteien.

Im Juni 2020 investierte Unzer bereits in Tillhub, dem Unternehmen gehörten seitdem rund ein Viertel der Firma. Allerdings hatte Unzer schon damals eine Kaufoption auf das Berliner Startup, die es Ende 2021 oder 2022 ausüben konnte. Das berichtete Finance Forward im Herbst 2020. Diese Option hat es nun ausgeübt – die Firmenbewertung soll bei rund 30 Millionen Euro liegen, heißt es aus dem Unternehmensumfeld. Das Geschäft von Tillhub war in den vergangenen zwei Jahren von der Coronapandemie betroffen. Für das Führungsteam um Oliver Mickler, Tim Seithe und Frank Seithe ist der Exit ein Achtungserfolg.

Für die Pläne von Unzer, das frühere Heidelpay, ist Tillhub ein weiterer Baustein. Mit vielen Millionen des Finanzinvestors KKR hat der Zahlungsanbieter in den vergangenen Jahren zahlreiche Firmen zugekauft, um mehr Dienste rund um die Zahlungen anbieten zu können. 750 Mitarbeiter sind bei dem Unternehmen beschäftigt. Der ehemalige Klarna-Manager Robert Bueninck übernahm vor einiger Zeit die Führung.

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