Stripes kühne Milliardenwette auf Kryptodollar
Der irisch-amerikanische-Zahlungsriese Stripe setzt mehr als eine Milliarde Dollar auf den Durchbruch von Stablecoins – und riskiert damit die wohl kühnste Wette der Fintechwelt. Gelingt sie, könnte das Megafintech seinen Markt verdoppeln.
William Gaybrick (40) weiß, wie man ein Milliardenimperium schmiedet. Vor gut zehn Jahren heuerte der Mathematiker als rechte Hand von John (35) und Patrick Collison (36) an, den zwei technikverliebten Wunderkindern aus der irischen Provinz. Gemeinsam formten sie das Fintech Stripe zu einem 91,5-Milliarden-Dollar-Konzern – Platz sechs der wertvollsten Start-ups der Welt.
Seit der Gründung im Jahr 2010 im Silicon Valley ist Stripe zum wichtigsten Kassierer der Digitalwirtschaft aufgestiegen. Ein unsichtbarer Gigant im Hintergrund vieler Onlineplattformen, mit rund 8000 Mitarbeitern, verantwortlich für 1,4 Billionen US-Dollar an Transaktionsvolumen weltweit. Wer bei Airbnb eine Reise bucht, bei Amazon einkauft oder bei Zoom ein Abo abschließt, nutzt beim Bezahlen die Systeme der US-Firma. Doch den Machern reicht das nicht.