Ralf Gladis hat Computop 1997 gegründet (Bild: PR)

„Wir haben dreistellige Millionen-Angebote von Investoren abgelehnt“ – Computop-Gründer Ralf Gladis im FinanceFWD-Podcast

Er hat Computop 1997 gegründet und bis heute ohne Fremdfinanzierung geführt. Wie hat Ralf Gladis den Zahlungsdienstleister groß gemacht, was sind seine weiteren Pläne? Das erzählt er im Podcast.

Es ist fast 25 Jahre her, dass Ralf Gladis Computop gegründet hat, noch in der „Studentenbude“, wie er sie selbst nennt. Nachdem das junge Unternehmen anfangs Onlineshops entwickelt hatte, fand es bald seine Nische im Zahlungsverkehr. „Das hat sich als das viel interessantere Geschäftsmodell für uns herausgestellt“, sagt er im FinanceFWD-Podcast. Inzwischen führt das Unternehmen Kunden wie den Apple-Händler Gravis, die Otto-Gruppe oder Sixt.

Trotzdem ist das Unternehmen bis heute eigenfinanziert, es gehört ihm und seinem Mitgründer Frank Arnoldt jeweils zur Hälfte. Angebote von Investoren kamen immer wieder rein, sagt Gladis. Dreistellige Millionenbeträge standen zwischenzeitlich im Raum. Doch sie haben längerfristige Pläne, als es gewöhnliche Investoren mit einem Anlagehorizont über acht bis zehn Jahre mitmachen. Statt des damit verbundenen Marketing-Geldes setzte Computop für den Zugang zu seinen Kunden zunächst auf Partnerschaften. „Es ist der steinige Weg, der viel günstigere Weg“, sagt Gladis. „Aber: Dadurch haben wir uns ein großes Netzwerk aufgebaut, das wir noch heute aufrecht erhalten.“ Das habe sich letztlich als der nachhaltigere Weg erwiesen.

Die Gefahr, dass Computop so schwächer im Konkurrenzkampf um die Kunden wird, sieht Gladis nicht. „Nur weil ein anderer Anbieter vielleicht einen Cent billiger ist, laufen uns die Kunden nicht weg“, sagt er. Da würden andere Faktoren eine große Rolle spielen, etwa, dass man sich gut kenne und lange Geschäftsbeziehungen führe. Die größte Unterschied zu Konkurrent Adyen sei beipielsweise, dass sich Computop-Kunden einen von mehr als 60 Acquirern, also den Transaktionsabwicklern für Händler, weltweit aussuchen können. „Da ist immer einer, der etwas besser oder günstiger macht.“ Als Gateway mache er sich weniger von einzelnen Anbieter abhängig.

Im nächsten Schritt will sich Computop selbst von der Bafin als Zahlungsdienstleister regulieren lassen, Gladis wartet derzeit auf entsprechendes Feedback der Behörde. Damit will das Unternehmen dann weiterhin stark wachsen. „Wir wollen unser Transaktionsvolumen in fünf Jahren verfünffachen“, sagt der Gründer.

Wie er in einem Markt bestehen will, in dem es alle paar Wochen neue Schlagzeilen zu Milliarden-Deals gibt, das verrät Gladis im Podcast.

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Im FinanceFWD-Podcast spricht Gladis über …

… die Gründungszeit von Computop
… seine ersten Kunden
… wie er Sixt und Gravis von sich überzeugt hat
… die Margen im Acquiring-Geschäft

Den FinanceFWD-Podcast gibt es auch bei SpotifyDeezer oder iTunes. Wenn Euch das Format gefällt, freuen wir uns über jede positive Bewertung!

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