Mondu leiht sich 100 Millionen Euro von J.P. Morgan
Der BNPL-Anbieter für Geschäftskunden nimmt erneut Fremdkapital für das weitere Wachstum auf – eine Expansion ist geplant. Zudem kooperiert Mondu mit dem Payment-Netzwerk von J.P. Morgan.
Mondu hat sich eine Kreditlinie über 100 Millionen Euro von J.P. Morgan Payments gesichert, um seine weitere Expansion zu finanzieren, wie das Unternehmen mitteilt. Das Berliner Finanz-Start-up bietet „Buy now, pay later“ (BNPL) für Geschäftskunden an. Außerdem tritt Mondu dem Partnernetzwerk der amerikanischen Großbank bei. Darüber erhält es künftig Zugang zu rund 80 Unternehmen, die das Fintech künftig für Einkäufe verwenden können. Das Netzwerk wickelt jährlich ein Transaktionsvolumen von mehr als 2 Billionen US-Dollar im Bereich Händlerdienstleistungen ab. Auch BNPL-Anbieter Klarna und Finanzmanagement-Plattform Payhawk zählen beispielsweise dazu.
Beide Deals sollen als Treiber für das weitere Wachstum in Europa dienen, teilt Co-CEO Philipp Povel mit. Im vergangenen Jahr erhielt es dafür auch die E-Geld-Lizenz von der Niederländischen Zentralbank. Nun ist Mondu in 30 europäischen Ländern aktiv. Auch weitere globale Märkte will die Firma im kommenden Jahr in den Blick nehmen.
Umsatz verzehnfacht
Mondu wurde 2021 von Malte Huffmann, Philipp Povel und Gil Danziger gegründet. Peter Thiels Valar Ventures, der Berliner Fonds Cherry Ventures und weitere Geldgeber haben den Aufbau bislang finanziert. Zuletzt sei das Geschäft stark gewachsen, heißt es. In den vergangenen zwei Jahren habe sich der Umsatz verzehnfacht.
Den Weg über Fremdkapital hatte das Fintech bereits zuvor gewählt, damals kam das Geld von der Vereinigten Volksbank. Zur Finanzierung der Kundenforderungen sei dies der deutlich kapitaleffizientere Weg, heißt es. Das Eigenkapital könne dann für Wachstumsausgaben erhalten bliebe.