Das neue Führungsteam Tamaz Georgadze (Raisin-Gründer) und Tim Sievers von Deposit Solutions (Bild: PR).

Große Fusion: Zinsplattformen Deposit Solutions und Raisin schließen sich zusammen

Sie zählen zu den wichtigsten deutschen Fintech-Startups und verkünden nun die Fusion: Die einstigen Konkurrenten Deposit Solutions und Raisin tun sich zusammen – und wollen so das Wachstum beschleunigen.

Der nächste große deutsche Fintech-Deal ist perfekt: Viele Jahre waren sie ärgste Konkurrenten, nun verkünden die beiden deutschen Einlagen-Broker Raisin und Deposit Solutions ihre Fusion, wie das „Handelsblatt“ in seiner E-Paper-Ausgabe berichtet.

Die neue Firma soll Raisin DS heißen. Darin darf man einen Hinweis sehen, dass Raisin der größere Partner bei dem Zusammenschluss sein dürfte. Ein weiteres Indiz: Deposit-Solutions-Gründer Tim Sievers wird die operative Führung des neuen Unternehmens zum Jahresende verlassen und in den Beirat wechseln. Der alleinige CEO bei Raisin DS wird spätestens dann der bisherige Raisin-CEO Tamaz Georgadze sein.

Deposit Solutions aus Hamburg und Raisin aus Berlin zählen seit Jahren zu den bekanntesten und größten deutschen Finanz-Startups. Deposit betreibt das Endkunden-Portal „Zinspilot“, Raisin steht hinter der Plattform „Weltsparen“. Beide Anbieter hatten auch Einlagen an die Bremer Pleitebank Greensill vermittelt und standen nach deren Zusammenbruch entsprechend in der Kritik.

Raisin und Deposit Solutions sind nicht nur im Endkunden-Geschäft tätig, sondern bieten ihre Plattform auf Whitelabel-Basis auch Banken an. Prominentester Partner in diesem Modell ist der „Zinsmarkt“ genannte Einlagenmarktplatz der Deutschen Bank. Raisin ist abgesehen vom Einlagen-Brokerage auch im Investmentgeschäft tätig und stellt seinen Kunden einen eigenen Robo-Advisor, ETF-Sparpläne und ein Riester-Angebot zur Verfügung.

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