Das Fleming-Führungsteam Cesar Hussmann, Christoph Schütte und Marco Rautenberg. (von links) Bild: PR.

Neuer Apobank-Angreifer: Berliner Fintech Fleming startet mit Finanzierungsplattform

Exklusiv: Ein neues Team richtet sich mit Kreditangeboten speziell an Ärzte, das Fintech Fleming arbeitet dafür mit dem Fintech Banxware zusammen. Darlehen in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro will das Startup vermitteln.

Die lukrative Zielgruppe und das IT-Chaos bei der etablierten Apobank zieht neue Konkurrenz an: Das Berliner Finanz-Startup Fleming startet mit einem Kreditangebot, das speziell auf Ärzte und Zahnärzte zugeschnitten ist. „Bei meinem Bruder, der niedergelassener Zahnarzt ist, habe ich hautnah mitbekommen, wie umständlich es ist, als Arzt eine Finanzierung zu erhalten“, sagt Gründer Cesar Hussmann, der zuvor Head of Business Development bei der Crowdlending-Plattform Kapilendo war. Vor-Ort-Termine und Papierberge seien die Regel, sagt Hussmann.

Nach weiteren Marktstudien habe er den Plan gefasst, Fleming zu gründen. Das Fintech will junge Ärzte ansprechen, die zum Beispiel Praxisübernahmen finanzieren wollen. „Bei Fleming dauert die qualifizierte Vorprüfung maximal zwei Tage. Das Geld ist dann in der Regel innerhalb von sieben Tagen auf dem Konto“, sagt Hussmann. Dafür arbeitet die Firma mit dem Embedded-Finance-Anbieter Banxware zusammen, mit einer Bank vergeben sie gemeinsam Kredite in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro.

Bis Ende des Jahres wolle die Firma erst einmal 20 Deals vermitteln – bis alle Prozesse reibungslos laufen – dann soll die Skalierung folgen. Auch weitere Produkte wie eine Bankkarte und ein Konto sind in Planung. Den Start des Unternehmens finanzieren eine Reihe an Business Angel, darunter der Bonify-Gründer Andreas Bermig und Auto1-Fintech-CEO Taimur Andre Rashid. Als Konkurrenz ist das Startup Cure Finance kürzlich gestartet.

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