Fintech-Werbedeals: „Da freut sich Bayern München“
Was bringen Werbedeals von Fintechs und Start-ups mit Fußballklubs oder Formel-1-Teams? Wie sortiert sich die Branche gerade neu? Wer sind die Gewinner und Verlierer? Darüber spricht OMR-Gründer Philipp Westermeyer im Podcast.
Die Fintech-Branche pumpt zurzeit Millionen über Millionen ins Sportmarketing: Die Neobank Revolut finanziert das Formel-1-Team von Audi, die Kryptoapp Bitpanda wirbt mit dem Fußballteam von Bayern München und Coinbase kooperiert mit dem Verein Borussia Dortmund. Dadurch würden sich die Firmen Vertrauen erkaufen, sagt OMR-Gründer Philipp Westermeyer (47). Ein globales Unternehmen könne man nicht nur mit Performancemarketing bei Google, Facebook und Instagram aufbauen – dazu bräuchte es vergleichbare Aktionen, sagt der Marketingexperte, mit dem das manager magazin auch bei Finance Forward kooperiert. Einige Sportpartnerschaften könnte man sogar recht günstig bekommen, die seien clever. Und die Werbedeals mit großen Fußballteams? „Da freut sich Bayern München“, sagt Westermeyer.
Gerade unter Finanz-Start-ups sieht der Digitalexperte, Podcaster und Gründer des OMR-Festivals viele der aktuellen deutschen Hoffnungsträger wie den Neobroker Trade Republic oder die Kryptoapp Bitpanda. Diese würden jetzt „Substanz zeigen“ und seien nicht mit „irgendwelchen Bewertungstricks“ dort hingekommen. Weil die Kundinnen und Kunden vermutlich über viele Jahre bleiben würden, wenn sie erst einmal gewonnen seien, sieht Westermeyer die Banking-Ansätze wie eine Art Abomodell.
Überrascht habe ihn die Krise bei der Paymentfirma PayPal. Aus seiner Sicht hätten die Amerikaner eigentlich alle Zutaten, um eine 500-Milliarden-Firma zu bauen, so Westermeyer. Eine global starke Publikumsmarke und Netzwerkeffekte durch die Millionen Kundinnen und Kunden. Die Geschäftszahlen enttäuschten zuletzt jedoch die Investoren, die zudem den Wettbewerb durch Player wie Stripe oder Klarna fürchten.
Wie blickt Philipp Westermeyer auf die Fintech-Branche? Darüber hat er mit manager-magazin-Redakteur Caspar Schlenk im Podcast gesprochen. Außerdem ging es um Finance Forward auf dem OMR-Festival – und wie sich ein inhaltsvolles Programm in Hamburg zusammenstellen lässt.
Im Podcast „Finance Forward“ sprechen wir alle zwei Wochen mit den spannendsten Persönlichkeiten aus der neuen Finanzwelt – über Fintechs, Fonds, Krypto und Family-Offices. Sie können den Podcast über manager-magazin.de sowie auf Spotify, Apple und Deezer abonnieren.