Steuermann unter Druck: Der ehemalige Meta-Manager Martin Ott führt seit 2021 das Berliner Fintech Taxfix (Bild: PR)

Der Kampf der Steuer-App Taxfix gegen den KI-Tod

Das Berliner Fintech Taxfix stieg mit seinem digitalen Steuerlotsen zum Einhorn auf. Inzwischen helfen auch gängige Chatbots bei der Steuererklärung. Kann CEO Martin Ott sein Geschäft gegen ChatGPT, Claude und Co. verteidigen?

Es ist ein Satz, der Martin Ott (48) nicht gefallen kann: „Immer mehr Amerikaner nutzen ChatGPT für Fragen rund um die Steuererklärung“, ließ die KI-Supermacht OpenAI vor ein paar Wochen verlauten. Die Zahl entsprechender Anfragen sei allein im ersten Quartal um 300 Prozent gestiegen. Daten für Deutschland nannte das Unternehmen nicht. Doch klar ist: Auch hierzulande hilft der KI-Assistent schon bei Steuerthemen.

Für Ott, seit knapp fünf Jahren CEO des Berliner Fintechs Taxfix, ist das eine unbequeme Nachricht. Sein Team von mehr als 400 Mitarbeitenden lebt von der digitalen Steuerberatung. Mit seiner App, die Nutzer durch den Fragendschungel lotst, galt Taxfix einst als deutsche Start-up-Hoffnung. Im April 2022, gut sieben Monate vor dem Start von ChatGPT, kam die Firma noch auf eine Milliardenbewertung, gestützt von Starinvestoren wie Index Ventures, Peter Thiels (58) Valar Ventures und dem schwedischen Risikokapitalgeber Creandum.

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