Allianz-Beteiligung Clark wurde still und leise abgewertet
Frankfurts erstes Unicorn hat seine Milliardenbewertung verloren, wie interne Dokumente offenbaren. Ein Deal mit der Allianz sorgt zudem für massive Abschreibungen. Lässt der Versicherungskonzern seine Beteiligung hängen?
Benedikt Kalteier (41), CEO der Versicherungsfirma Clark, wähnte sein Start-up vor zwei Jahren schon auf dem Weg an die Börse. Das Frankfurter Unicorn, das die Allianz und den chinesischen Techgiganten Tencent zu seinen Hauptinvestoren zählt, hatte bereits 2021 eine Milliardenbewertung erreicht. Auf einer Techkonferenz in London im Juni 2024 verkündete Kalteier stolz, man habe nun auch die Gewinnschwelle erreicht. Und, nur damit da keine Missverständnisse entstehen – es gebe ja kreative Wege, ein Start-up „profitabel“ zu rechnen – Clark sei wirklich „ganzjährig Ebitda-profitabel“.
Und in dem Tempo sollte es weitergehen. Der digitale Versicherungsmakler lockte in vertraulichen Investorenpräsentationen mit rasantem Wachstum und rapide steigenden Profiten: 2028 sollten eine halbe Milliarde Umsatz fließen und 100 Millionen Euro Gewinn in den Büchern stehen.