Das Team von Spendesk (Bild: PR)

100 Millionen Euro für Spendesk

Der Software-Anbieter für Finanzmanagement Spendesk erhält neues Kapital vom bekannten Geldgeber General Atlantic. Deutschland bleibt der wichtigste Wachstumsmarkt, sagt der Gründer.

Der Konkurrent Pleo sammelte kürzlich umgerechnet 125 Millionen Euro ein – nun zieht das Pariser Finanz-Software-Startup Spendesk nach und verkündet eine Finanzierungsrunde über 100 Millionen Euro, angeführt von dem Wachstums-Investor General Atlantic, der bei Startups wie Flixbus, Mollie oder Adyen investiert ist. Zu den bekannten Investoren gehört außerdem Index Ventures. Die Bewertung veröffentlicht die Firma nicht. „Wir halten es nicht für die richtige Kennzahl, auf die man schauen sollte – in fünf Jahren wird man unsere Bewertung sehen, wenn wir an der Börse sind“, sagt Firmengründer Rodolphe Ardant.

Mit der Spendesk-Software können Firmen ihre Finanzen organisieren. „Im Gegensatz zu den Wettbewerbern liegt unser Fokus nicht auf kleinen Unternehmen, sondern in der Größe von 30 bis 1.000 Mitarbeitern“, sagt Ardant. „Dabei müssen die Prozesse zum Beispiel für Freigaben und die Anbindung an die Buchhaltung reibungslos funktionieren.“ Zu den deutschen Kunden zählen beispielsweise Sumup, Wefox oder Personio.

In Deutschland, Frankreich und Großbritannien ist Spendesk am Markt. „Deutschland ist unser wichtigster Wachstumsmarkt, mit einer Million kleiner und mittlerer Unternehmen ist das Potential sehr groß“, sagt der Gründer. Aus diesem Grund soll sich das Team von aktuell 40 auf 120 Mitarbeiter stark vergrößern. Insgesamt verwenden 3.000 Unternehmen die Software, genaue Umsatzzahlen kommuniziert das Unternehmen nicht. Durch die großen Finanzierungsrunden wird sich nun der Wettlauf um die Kunden erhöhen, denn neben Pleo und Spendesk buhlen auch Firmen wie Payhawk und Moss um eine ähnliche Kundengruppe.

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