Oldschool-Anzeige: Wer heute WG-Zimmer sucht, kommt um WG-Gesucht nicht herum (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)

WG-gesucht – die mysteriöse Macht aus Stuttgart

In diesen Tagen suchen Hunderttausende Studierende ein WG-Zimmer fürs beginnende Wintersemester – und landen bei WG-Gesucht. Dahinter stecken zwei unbekannte Gründer und ein profitables Geschäftsmodell. Das manager magazin erzählt erstmals ihre Geschichte.

Der Semesterstart an deutschen Universitäten ist die Zeit der Zimmersuche. Hunderttausende Erstsemester und viele Wechselwillige suchen in diesen Wochen und bis tief ins beginnende Wintersemester hinein nach einer passenden Bleibe. Dabei kommen die Studentinnen und Studenten um eine Website nicht herum: WG-Gesucht. Das Portal ist der unangefochtene Marktführer für WG-Zimmer in Deutschland und der einzige namhafte Player, dessen Fokus darauf liegt, einzelne Zimmer statt ganzer Wohnungen oder Häuser zu vermieten.

Rund 17 Millionen Besuche verzeichnen Website und App der Firma laut eigenen Angaben pro Monat. Europaweit sind demnach mehr als drei Millionen Angebote gelistet, in den Metropolen München und Berlin ist aktuell eine vierstellige Zahl an Inseraten geschaltet. Doch während WG-Gesucht unter Studierenden in Hochzeiten vermutlich so populär ist wie Tinder oder Snapchat, bleibt die Firma dahinter bis heute ein Mysterium. Die beiden Gründer Lysander Mende (47) und Christian Frederik Steim (48) sind öffentlich quasi unsichtbar. Sie geben in aller Regel keine Interviews und machen – ganz anders als die meisten Gründer – schon gar keine vollmundigen Versprechen über irgendwelche Märkte, die sie revolutionieren oder demokratisieren wollen.

Steim hat nicht einmal ein LinkedIn-Profil, eine Bildersuche über Suchmaschinen wie Google läuft für ihn völlig ins Leere. Mende hat sich in den vergangenen Jahren lediglich mit einer Handvoll Posts öffentlich gemeldet, um sich meist für Branchenpreise zu bedanken. Das war’s. Auch an Geschäftszahlen mangelt es. Was also steckt hinter dem Portal? Das manager magazin hat sich auf die Spurensuche begeben und ist den beiden so nah gekommen wie nie zuvor.

Die ganze Geschichte lest ihr beim manager magazin.