Gründerteam Léonie Rivière und Marcel Katenhusen (Bild: PR).

Szeneköpfe starten Private-Markets-Start-ups Rime Finance

Exklusiv: Sie kennen die Fintech-Szene bereits aus früheren Gründungen – nun springen Léonie Rivière und Marcel Katenhusen auf den Private-Markets-Trend auf und wollen mit Rime Finance die Infrastruktur für den neuen Markt entwickeln.

Es ist das große Thema der vergangenen Monate: Große Fintechs wie Trade Republic, Scalable Capital und Liqid haben die Investments in Private Markets gestartet, mit denen Kleinanleger beispielsweise in Private-Equity-Fonds investieren können. Es handelt sich dabei meist um sogenannte Eltif-Produkte – EU-Gesetzgebung hatte die Anlageklasse reformiert.

Die Fintech-Gründer Léonie Rivière und Marcel Katenhusen wollen nun die Infrastruktur für die Finanzprodukte bauen, damit Banken, Broker und digitale Vermögensverwalter die Produkte per Schnittstelle integrieren können. In dem Markt ist beispielsweise auch das Frankfurter Unternehmen Portagon aktiv. Bislang ist es für Broker meist noch technisch umständlich, die Produkte in das eigene Angebot aufzunehmen. Eine Lizenz beantragen die Gründer gerade in den Niederlanden, um eigene Eltifs anbieten zu können.

Millionensumme in der Seedrunde

1,5 Millionen Euro hat das Team bereits in einer Seedfinanzierung erhalten. Von wem das Geld stammt, möchten sie noch nicht verraten. Beide kennen die Fintech-Szene gut. Marcel Katenhusen gründete einst den Investment-Anbieter Lemon Markets mit und startete dann das Stablecoin-Start-up Februar. Rivière gründete Fina, eine Geldanlage-App speziell für Frauen. Februar und Fina konnten sich am Markt nicht durchsetzen. Mit der Erfahrung starteten die beiden Szeneköpfe nun Rime Finance.

Die Gründer gehen von einer steigenden Nachfrage aus: Laut Deloitte soll der europäische Markt für Retail-Allokationen bis 2030 auf 3,3 Billionen Euro verdreifachen. Auch Fintechs wie Upvest könnten in den Markt einsteigen.